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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Sonntag, 20. November 2011

 

Mehr Verkehrssicherheit für den Steinkampberg

Die Kurve am Steinkampberg hat es in sich. Denn wer aus Richtung Dorfstraße den Heikendorfer Weg befährt und rechts in den Steinkampberg abbiegt, kommt mit bis zu Tempo 50 um die unübersichtliche und „extreme“ Kurve, um einige Meter weiter in die Tempo-30-Zone zu fahren, die den Berg hinab Richtung Hafen führt. Diese Zone, so sind sich Anwohner und Ortspolitiker einig, muss verlängert werden, um dort eine bessere Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Einstimmig beschlossen die Vertreter nun die entsprechende Maßnahme.

 

  

Einstimmiger Beschluss: Die Tempo-30-Zone am Steinkampberg soll in Richtung Heikendorfer Weg/Dorfstraße verlängert werden. Foto Schmidt 

Doch so einfach, wie viele sich das vorstellen, sei das nicht, wie Amtsdirektor Sönke Körber erklärte. Man könne nicht einfach die Zone beliebig erweitern, denn man löse damit vielschichtige verkehrsrechtliche Probleme aus. So sei in einer Tempo-30-Zone die Rechts-vor-Links-Regelung vorgeschrieben. Zudem seien Ampelanlagen und Fußgängerüberwege in diesen Zonen problematisch und weiter habe man auch die Buslinie, die den Heikendorfer Weg entlangfährt. Eine Lösung, die nun auch von der Polizei unterstützt wird, wurde nun einstimmig beschlossen, die Umsetzung erfolgt durch das Amt. Demnach wird die Tempo-30-Zone bereits im Heikendorfer Weg, aus Richtung Dorfstraße kommend und in den Steinkampberg abbiegend, beginnen.Wie die Beeke Schöneich-Beyer (LWG) aufmerksam machte, habe der Bauausschuss zudem auch beschlossen, einen Fußgängerüberweg Höhe Schulstraße/geplantes Neubaugebiet einzurichten.

 

Dieser Antrag sei zuständigkeitshalber an die Verkehrsaufsicht des Kreises Plön geleitet worden, erklärte Amtsdirektor Körber. Ob er allerdings erfolgreich sein werde, könne er nicht sagen. Er wies auf die Problematik hin, dass sich ein solcher Überweg dann in einer Tempo-30-Zone befände. Dies sei verkehrsrechtlich problematisch, ebenso wie Lichtsignalanlagen in einer solchen Zone. Wie die Bürgermeisterin informierte, sei der Antrag der Gemeinde auf eine Fehlbedarfszuweisung von rund 15.000 Euro (wir berichteten) abgelehnt worden. Grund: Die Gemeinde hätte ihre eigenen Einnahmemöglichkeiten nicht gänzlich ausgeschöpft. So sei beispielsweise die Hundesteuer (rund 3.600 Euro) und die Fremdenverkehrsabgaben (rund 17.500 Euro) nicht voll geltend gemacht worden. Die allein mache eine Finanzlücke von rund 21.000 Euro aus, also deutlich mehr, als der beantragte Fehlbedarf, so die Bürgermeisterin.

 

Auch die Resolution, der Gemeinde für die Schwimmhalle einen Zuschuss aus dem Länderfinanzausgleich zu gewähren, um die Last für Laboe abzufedern, sei mit dieser Begründung abschlägig beantwortet worden. Solange die Gemeinde ihre eigenen Einnahmen nicht sichert, könne nicht die Solidargemeinschaft für einen Unterschuss aufkommen, hieß es.

 
 
 

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