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Polizeimeldungen
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Geschrieben von Kay-Christian Heine
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Samstag, 07. Januar 2012 |
Mit der Säge gegen Hochsitze
Bisher unbekannte Täter haben um die Weihnachtszeit herum in Jagdbezirken am Barsbeker See zwei Hochsitze mit der Säge gefällt. Das bedeutet für die Jagdausübungsberechtigten nicht nur herbe wirtschaftliche Schäden, sondern auch Einschränkungen bei der Jagdausübung.
| Mit der Säge auf die Seite gelegt: ein mutwillig zerstörter Hochsitz in einem Jagdrevier am Barsbeker See. Fotos hfr |
So etwas sei kein Kavaliersdelikt, meint ein betroffener Jagdpächter. Abgesehen von der Gefährdung von Leib und Leben der Jäger rechnet er mit wenigstens 1.000 Euro Sachschaden an seinem zerstörten Hochsitz. Keine Idee indes hat er, wer der oder die Täter sein könnten. Die Auswertung der Bilder einer in der Nähe des Hochsitzes angebrachten, mit Bewegungssensoren ausgestatteten Wildkamera zur Beobachtung des dort heimischen Schwarzwildes steht noch aus. Die Hoffnung des Jagdpächters: Die Täter könnten auf den Filmaufnahmen zu erkennen sein.
Die Ansitzjagd ist die in heimischen Revieren am häufigsten ausgeübte Jagdart. Steht der Wind günstig und verhält sich der Jäger ruhig, nimmt ihn das Wild auf seinem Hoch- oder Erdsitz nicht wahr. Er kann von hier aus ein großes Umfeld gut und in Ruhe einsehen und so das ziehende Wild beobachten, ohne es zu stören. Außerdem ist vom Hochsitz aus eine sicherere Schussabgabe in doppelter Hinsicht möglich: Da die Flugbahn des Geschosses von oben nach unten verläuft, dient der Erdboden als natürlicher Kugelfang. Die Gefährdung des Umfeldes ist so ausgeschlossen. Außerdem schießt der Jäger von einer stabilen Gewehrauflage aus, was ihm einen treffsicheren und damit waidgerechten Schuss ermöglicht.
Ohne Hochsitze im Jagdrevier wäre den Jägern eine bestandsregulierende Schwarzwildjagd gar nicht möglich, meint einer der betroffenen Jagdpächter außerdem. Die sei aber dringend nötig, denn in den dichten Schilfgürteln des Barsbeker Sees halte sich viel Schwarzwild auf, das Jahr für Jahr zunehmende Schäden an Feldfrüchten und Viehweiden verursache. Die konsequente Bejagung des Schwarzwildes liege zudem im Interesse aller, denn sie diene auch dem Erhalt des Naturschutzgebietes Barsbeker See mit seiner Pflanzen- und Tierwelt.
Die Jagdausübungsberechtigten bitten mögliche Zeugen der Vorfälle, sich mit sachdienlichen Hinweisen an die Polizei-Zentralstation Schönberg (Telefon 04344-29150) zu wenden.
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