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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 02. Februar 2012

Multifunktionales Begegnungszentrum entsteht

Inhaltlich ist es bereits beschlossen: Das Freya-Frahm-Haus soll als "multifunktionales offenes Begegnungshaus" allen Generationen offen stehen. So lautet der einstimmige Beschluss, den die Mitglieder des Sonderausschusses in ihrer öffentlichen Sitzung vor einer Reihe von Laboer Bürgern fasste. Außerdem: Das künftige Begegnungszentrum soll mit den Programmen, Vorhaben und Aktivitäten örtlicher Vereine vernetzt werden und mit ähnlichen Anbietern der Nachbarschaft (Literaturhaus Kiel, Künstlermuseum Heikendorf, Heimatbund, Diakonie und ähnlichem) kooperieren.


Freya-Frahm-Haus wird ein multifunktionales Begegnungszentrum  für alle Bürger. Foto: Schmidt
 
Freya-Frahm-Haus wird ein multifunktionales Begegnungszentrum
für alle Bürger. Foto: Schmidt

 

Die Mitglieder folgten dem Ausschussvorsitzenden Joachim Schuldt, der die einzelnen Vorschläge für die Nutzung aus der vorangegangenen Sitzung gebündelt hatte: Neben dem offenen Bürgertreff als Kernstück des Hauses soll es Vorträge, Konzerte, Kurse, Lesungen, Sitzungen, Konferenzen und ähnliches geben sowie Familien als Treffpunkt dienen. Ferner wurde festgelegt, dass im ersten Obergeschoss ein großer Raum geschaffen werden soll, für Behinderte mit einem Aufzug zu erreichen.


Im Erdgeschoss soll der offene Bürgertreff mit Verbindung zum Garten und einem Spielplatz entstehen. Im zweiten Obergeschoss sollen die kleinen Räume als Ruhezonen, für Schachgruppen, historische Videos (Besiedelung der Probstei, Fischerei, oder ähnliches), Gesprächsrunden, Internetnutzung genutzt werden. Der Keller bleibt Übungsräumen für Musiker und einer Werkstatt für Künstler vorbehalten. Eventuell soll ein Hausmeister dort einen Raum erhalten. An die Stifterin Freya Frahm sollen die Teile des Hauses erinnern, die erhalten bleiben können (Ofen, Fenster, Bilder). Soweit der breite Konsens. Auch die Idee, im Dachgeschoss mit seinen kleinen Mansarden einem Stadtschreiber oder Künstler ein Stipendiat einzuräumen, findet Eingang in das Konzept. Soweit der Inhalt, doch damit ist erst Punkt eins der Aufgabe abgehandelt.


Wie soll nun die Arbeit im Begegnungshaus organisiert, koordiniert, getragen werden? Soll es eine Stiftung geben oder einen Verein? Die Mitglieder konnten nach einer lebhaften Diskussion der Auffassung des Ausschussvorsitzenden folgen. Der stellte ein Modell wie folgt vor: Es könnte ein Aufsichtsgremium aus fünf oder sechs Personen geben, das zweimal im Jahr über Grundsätzliches entscheidet, eine Art Aufsichtsrat also. Dem unterstellt sollte ein Verwaltungsgremium aus drei Personen gebildet werden, eine davon vielleicht als 400-Euro-Kraft. Parallel dazu sieht Schuldt einen Förderkreis als hilfreich, aus dem die Schar der ehrenamtlichen Helfer rekrutiert werden könne, die das künftige Bürgerzentrum mit Leben erfüllen sollen. Die Gemeinde als Eigentümerin sollte im Aufsichtsrat vertreten sein, so der Konsens im Ausschuss. Inwieweit dieses Modell, das am Ende von allen getragen werden konnte, auch rechtlich funktioniert, will Schuldt nun von einem Anwalt prüfen lassen. Er zeigte sich mit dem Ergebnis dieser dritten Ausschuss-Sitzung mehr als zufrieden und bezeichnete die Diskussion als äußerst konstruktiv.


Zur nächsten Sitzung werde er die Ergebnisse beschlussreif zusammenfassen und erwarte auch im zweiten Punkt der Aufgabenstellung ein positives Votum. Die Mitglieder kommen am Dienstag, 7. Februar, um 19 Uhr in der Grundschule zu ihrer nächsten Sitzung zusammen.

 
 
 

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