Menu Content/Inhalt
Portal arrow Gemeinden arrow Wendtorf arrow NABU-Gruppe Bottsand sammelte Müll
Drucken E-Mail
Gesundheit und Natur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Montag, 04. April 2011

NABU-Gruppe Bottsand sammelte Müll

Seit Jahren setzt sich der Naturschutzbund (NABU) auf nationaler und internationaler Ebene für den Schutz der Meere ein. Dem Müllproblem in Nord- und Ostsee will der NABU mit Aktionen begegnen, die Daten für einen aktiven Naturschutz liefern. Unter dem Motto "Meere ohne Müll" startete der NABU eine bundesweite Aktion, an der sich auch das Naturschutzgebiet (NSG) Bottsand in Wendtorf beteiligte.

Vom alten Reifen bis hin zu Schiffsteilen und Anglerutensil – die Mitglieder des NABU, Carsten Harrje (oben) und Holger Stooß, fanden bei ihrer Müllsammelaktion am Strand in Wendtorf reichlich Unrat. Dennoch ist die Menge im Vergleich mit dem Durchschnitt verschwindend gering. Die Daten fließen in eine EU-weite Erhebung ein. Foto: Schmidt
 

Vom alten Reifen bis hin zu Schiffsteilen und Anglerutensil – die Mitglieder des NABU, Carsten Harrje (oben) und Holger Stooß, fanden bei ihrer Müllsammelaktion am Strand in Wendtorf reichlich Unrat. Dennoch ist die Menge im Vergleich mit dem Durchschnitt verschwindend gering. Die Daten fließen in eine EU-weite Erhebung ein. Foto: Schmidt


Am Sonnabend trafen sich rund 15 Naturfreunde an der Vogelschutzhütte im NSG und sammelten dort Müll. Die Funde wurden an Ort und Stelle vermessen, gewogen und dokumentiert. Das Ergebnis soll in eine EU-weite Untersuchung einfließen.


Während es für die Nordsee ein umfangreiches Datenmaterial gibt, ist die Ostsee in dieser Hinsicht noch ein weißer Fleck. Nur wenige Daten sind bisher erfasst. Doch in Einzelerhebungen geht man davon aus, dass man auf einer Küstenlinie von 100 Metern rund 700 bis 1.200 Teile Müll findet. Hauptproduzent sei die Schifffahrt, erklärte Carsten Harrje, Referent für das NSG Bottsand und Nachfolger von Dr. Henning Behmann. Doch in Wendtorf ist die Welt noch in Ordnung, zumindest mülltechnisch gesehen. Ein positives Ergebnis: "Wir haben hier deutlich weniger Müll als im Durchschnitt und sind sehr zufrieden", erklärte Harrje. Auf drei Kilometern Küstenlinie fanden sich etwa 1.000 Teile: Autoreifen, Schiffsteile, Fischkisten, eine Netz-Signalfahne und säckeweise Plastik-Müll. Rund 60 Kilogramm Holz, 18 Kilogramm Metall, fünf Kilogramm Glasscherben und 28 Kilogramm Plastik-Abfälle sowie ein Kilogramm Papier hatten die Helfer zusammen getragen.


"Vergleicht man dies mit den Durchschnittswerten, ist das Aufkommen hier verschwindend gering", erklärte Harrje. Die Zusammensetzung allerdings sei ähnlich: 75 Prozent Plastik- und Styropor. Der Strandabschnitt Bottsand eigne sich für eine solche Dokumentation, die als Stichpunkt für die Ostsee in eine EU-weite Untersuchung einfließt, hervorragend. Er sei als Naturschutzgebiet touristisch nicht beeinflusst und damit auch mülltechnisch unbelastet, so Harrje.


Doch die Helfer befreiten natürlich nicht nur die Küstenlinie vom Müll, sondern sammelten auch im Brutgebiet und an der Deichlinie des NSG den Unrat weg, der vom Winter übrig geblieben war. Demnächst, so kündigte Harrje an, werde man einen "Fuchszaun" bauen, um die Strandbrüter und ihren Nachwuchs stärker zu schützen. Denn durch Füchse und Marder sei der Bestand reduziert. So will man Brutinseln schaffen und einen Elektrozaun aufstellen, der dann vom Vogelwart kontrolliert werden soll, kündigte Harrje das nächste Projekt der NABU-Gruppe Bottsand an.

 
 
 

Ausgezeichnet!

Qualitaetssuchmaschine 2009
 

Wendtorf

Beliebter Anlaufpunkt für Kinder aus der gesamten Region: der Naturerlebnisraum in Wendtorf

Wendtorf verfügt über Naturerlebnisraum

Wendtorf bietet eine moderne Infrastruktur, besitzt Kinderspielplätze, im Kurpark eine idyllische Teichanlage und ein Sport- und Freizeitzentrum mit Tennis- und Fußballplätzen und einer Sport- und Freizeithalle. Wendtorfs Naturstrand bietet auf vielfältige Weise Erholung. Sand, Wasser und Dünen sind in einer weiträumigen Landschaft reichlich vorhanden. Sie bieten Möglichkeiten zum Segeln, Surfen, Schwimmen und Sonnenbaden. Der Deich, hinter dem zwei Campingplätze liegen, lädt zum Wandern per Pedes oder per Rad ein.Westlich an den Strand schließt sich der Nehrungshaken "Bottsand" an. Geschützt in der Bucht liegt der Yachthafen Marina Wendtorf. Mit seinen 850 Liegeplätzen zählt er zu den größten an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Seit kurzem verfügt die Gemeinde auch über einen Naturerlebnisraum.

Otto Steffen und seine Ehefrau Erika während der Feierlichkeiten anlässlich des 40-jährigen Dienstjubiläums. Foto: Jacobsen
Bürgermeister
Otto Steffen
04343-499950

Gemeindewehrführer
Dieter Röhlk
04343-9848

 
developed by mediahof - www.mediahof.de