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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Verena Ullmann   
Mittwoch, 01. Februar 2012

 

Offene Ganztagsschule feiert 5. Geburtstag

Seit fünf Jahren besteht die Offene Ganztagsschule (OGS) an der Dörfergemeinschaftsschule (DGTS) Probsteierhagen. Für Verantwortliche wie Kinder eine Tatsache, die zum Feiern wie auch dazu animiert, der Öffentlichkeit die Institution vorzustellen. Der 5. Geburtstag der OGS wird am Dienstag, 7. Februar, 14 bis 16 Uhr, mit einem "Tag der offenen Tür" gefeiert. Interessierte haben die Möglichkeit, an diesem Tag in die AGs zu gehen und sich vor Ort ein Bild zu machen. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

 

Organisationsleiterin Andrea von Appen, Konrad Gromke, Schulverbandsvorsteher Probstei West, Magret Hügel, Rektorin der Dörfergemeinschaftsschule Probsteierhagen, Renate Fricke, Konrektorin an der DGS und Koordinatorin der OGS sowie Unneke Sach, zweite Leiterin der Einrichtung. Foto: Ullmann 

Organisationsleiterin Andrea von Appen, Konrad Gromke, Schulverbandsvorsteher Probstei West, Magret Hügel, Rektorin der Dörfergemeinschaftsschule Probsteierhagen, Renate Fricke, Konrektorin an der DGS und Koordinatorin der OGS sowie Unneke Sach, zweite Leiterin der Einrichtung. Foto: Ullmann

 

Rund 100 Kinder werden zurzeit an der Offenen Ganztagsschule betreut. Mit acht Kleinen hatte man vor 17 Jahren als betreute Grundschule angefangen. Konrad Gromke, damals Bürgermeister in Probsteierhagen, Kommunalbeamter in Kiel und Schulverbandsvorsteher in Probstei West, sah den Bedarf an einer Betreuung, da sich das Bild der Mutter immer stärker veränderte, weg von der Haus- zur berufstätigen Frau. Was klein angefangen hatte, erlebte rasch einen enormen Zulauf.


Als dann 2005 ein entsprechendes Förderprogramm des Bundes ins Leben gerufen worden war, bewarben sich die Schulverbände Probstei, Probstei West und die Gemeinde Laboe. Da 2006 an der DGTS der Schulkindergarten aufgelöst wurde, bestand Platz im Gebäude, der für den Um- und Anbau genützt werden konnte. 600.000 Euro Fördergelder flossen in die Errichtung einer Mensa, eines Mehrzweckraumes, einer Garderobe, eines Spielzimmers sowie eines zentralen OGS-Hauptgruppenraumes. "Das Dach wurde erneuert, Fenster und Böden gemacht und auch neue Wände eingezogen", erzählt Gromke. Ebenfalls erweitert wurden damals das Lehrerzimmer wie das Unterrichtsvorbereitungszimmer. "Nach einem guten Dreivierteljahr war alles fertig."


"Der Schulträger war sehr zukunftsorientiert", lobt dies Margret Hügel, neue Rektorin an der Schule seit 2011. Ihre Kollegin, Renate Fricke, Konrektorin und Koordinatorin der OGS war von Anfang an dabei, ebenso wie die Leiterin Andrea von Appen sowie die Mitarbeiterinnen Karen Fister und die Hauswirtschafterin Arlette Debus. Das Team erweiterte sich in den Folgejahren um Unneke Sach und Sabine Steinhoff sowie nach Anfrage durch die Anbieter der einzelnen Arbeitsgemeinschaften. Die Kinder können inzwischen pro Halbjahr aus folgenden Angeboten auswählen: Tennis, Fußball, Aerobic, Kochen, Backen, Basteln, Gitarre, Textiles Arbeiten, Waldspaziergang, Computer und Hausaufgabenbetreuung sowie freies Spielen.
Getragen wird die Einrichtung durch den Förderverein der Grundschule Probsteierhagen. Die Finanzierung obliegt sowohl dem Land, dem Schulverband wie auch den Eltern mit ihren Beiträgen für die entsprechenden Module, die sie für ihre Sprösslinge gebucht haben.


Beim "Tag der offenen Tür" am Dienstag, 7. Februar, ab 14 Uhr erhalten Interessierte bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit, in alle an diesem Tag angebotenen AGs zu schnuppern. Die Veranstaltung endet um 16 Uhr.

 

 

Ausgelassen und fantasievoll spielen Lucienne Recke (von links), Michl Schmidt-Falbe, Miriam Voss, Nick Reichert, Jos Block und Javen Jahnke mit einer der Ritterburgen im Mehrzweckraum der OGS. Foto: Ullmann

Ausgelassen und fantasievoll spielen Lucienne Recke (von links), Michl Schmidt-Falbe, Miriam Voss, Nick Reichert, Jos Block und Javen Jahnke mit einer der Ritterburgen im Mehrzweckraum der OGS. Foto: Ullmann

 

 

Kinder sollen sich vor allem wohl fühlen

Sie machen mit den Kindern Hausaufgaben, spielen mit ihnen, toben und vieles mehr, doch den Kindern ist eines besonders wichtig: die lieben Worte, das Kuscheln und das Gefühl, das die Betreuer ihnen vermitteln: wir mögen Dich, fangen Dich auf, sorgen für Dich.


Ein Strahlen erscheint auf den Gesichtern der Kinder, wenn sie über ihre Nachmittage erzählen. "Ich gehe gerne zur OGS", sagt Josha Grimm, Schüler der Klasse 4c. "Hier macht einfach alles Spaß", ergänzt Silas Rommel aus der 3b. Beide Jungen sitzen in der Turnhalle bei Trainer Turkowski auf der Bank, warten auf das Signal, dass die Fußball-AG beginnt und sprudeln begeistert los, was sie noch für AGs besuchen, was sie dort machen, und natürlich, ob die Lehrer nett sind.


"Ich bastle gerne", erzählt Ida Carlo aus der 2b. Schon während der 1. Klasse besuche sie die OGS und den Bastelkurs. "Ich hab schon eine Müslischüssel gemacht, zwei Lampen, Blumentöpfe und eine Dachpfanne, auf der Willkommen steht, die hängt jetzt bei uns vor der Haustüre", berichtet sie stolz. Erneut sitzt sie über einer Bastelarbeit im Kurs – einer Lampe, die für ihr Zimmer bestimmt ist.


Merle Pröber aus der 1b kommt täglich morgens vor Unterrichtbeginn zur OGS. "Weil Mama schon schon ganz früh zu arbeiten beginnt", beschreibt sie. "Da komme ich dann hierher und warte, bis die Schule losgeht." Auch Sina Kenklis aus der 2b kommt bereits vor 8 Uhr zur Betreuung. "Hier gibt es so viele schöne Sachen, die wir machen können und vor allem sind die Leute so nett", sagt sie. "Hier wird nur geschimpft, wenn wir was wirklich Blödes machen", ergänzt Merle. "Sonst nie. Und wenn wir unsere Schultaschen vertauschen oder etwas verschwunden ist, helfen sie." Sie sitzen in der Kuschelecke und schmökern in den dort vorhandenen Büchern. Zu ihren Füßen spielen zwei Kinder Playmobil. Andere füttern Barbie-Pferde und wieder andere spielen eines der vielen Brettspiele oder malen am großen Tisch in der Mitte des Raumes. Friedlich, überwacht von Praktikantin Franziska Liebelt und Karen Fister.


Haakon Hofmann besucht schon seit der 1. Klasse die diversen Computerkurse, so auch in diesem Jahr den von Kristina Breit. "Ich kann schon viel", berichtet er stolz, während er die diversen Möglichkeiten eines Schreibprogrammes erforscht. Inzwischen besitzt er sogar einen eigenen PC. Lönne Paschmann aus der 4a malt mit Paint einen Elefanten auf den Bildschirm. Konzentriert bewegt sie ihre Maus über die Unterlage, das Tier entsteht auf dem Bildschirm. Auch sie besucht seit mehr als zwei Jahren diese Kurse. Beide wollen auch weiterhin an dieser AG teilnehmen, sofern sie angeboten wird.


Im Lego-Raum ist inzwischen viel passiert. Eine Schlachtszenerie ist entstanden. Gut fünf Kinder ziehen gegen ihre Kumpels in den Kampf, während ihre Kameraden aus den Steinchen Raumgleiter und andere Bauwerke entstehen lassen.

 
 
 

Ausgezeichnet!

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