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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Samstag, 29. Januar 2011

Passade: eine lebendige Dorfgemeinschaft

"Kulinarisches und Kulturelles" hieß am Sonntagvormittag das Motto des Neujahrsempfangs der Gemeinde Passade im Dörpshus. Das Kulinarische brillierte mit einer deftigen Gulaschsuppe und leckeren selbst gebackenen Kuchen und Torten. Für den kulturellen Teil hatten die Passader den Laboer Plattsnacker Achim Schuldt eingeladen, der mit launigen Döntjes aus seinem Leben, der großen Welt und der Probstei nebst Tönkerie ein Feuerwerk an Geistesblitzen und zündenden Witzen abbrannte.

 

Blumen und ein Dankeschön gibt’s von Hagen Klindt für Gisela Nicolai (links) und Ellen Rönnau. Foto: Butzke
Blumen und ein Dankeschön gibt’s von Hagen Klindt für Gisela Nicolai (links) und Ellen Rönnau. Foto: Butzke

 

Natürlich blieb auch genügend Raum für die Auftritte der Passader. Die Vereine des Ortes stellten sich vor, darunter die Totenbeliebung von 1754, der Tischtennisclub von 1969, die Kommunale Wählervereinigung von 1955, die Schweinegilde von 1901 und die Freiwillige Feuerwehr, deren Wehrführer Hauke Klindt ankündigte, dass noch dieses Jahr ein "Spiel ohne Grenzen" im Ort steigen soll. Aus den Nachbargemeinden waren die Bürgermeister Dieter Dehnk und Karl-Otto Knust zu Gast.

13 Fragen an den Probsteierhagener Pastor Christoph Thoböll hatte die Passader Schülerin Julia Greve vorbereitet, und die Zuhörer im voll besetzten Dörpshus erfuhren mit Erstaunen von ihrem Pfarrer: "Das Letzte, was ich werden wollte, war Pastor." Er habe eigentlich Speditionskaufmann lernen wollen, um einen deutlich anderen Weg als sein Vater - ein Pastor - einzuschlagen, gab Thoböll zu. Die Erlebnisse in einer großen Spedition in Hamburg hätten ihm dann aber die Lust an diesem Beruf gründlich verdorben. Auf ähnlichen Umwegen sei er zum Gitarrespielen gekommen, erzählte der Pastor, der von sich selbst sagt, er müsse sich organisieren, um spontan sein zu können.

Die Ehrungen Passader Bürger bildeten den Höhepunkt des Neujahrsempfangs. Vom stellvertretenden Bürgermeister Gerd Rönnau geehrt wurde der Fischer und ehemalige Besitzer des Restaurants "Zur schönen Aussicht", Joachim Schnoor, dem weite Teile des Passader Sees und auch der Uferbereiche gehören. Gemeindevertreterin und Kreispolitikerin Annette Blöcker überreichte Jürgen Stubbe, dem Vorsitzenden des 1. Kieler Wasserski-Clubs, ein Schiffchen mit einer Geldspende für die Reparatur des Motorschiffs. Gisela Nicolai, Ellen Rönnau und Sabine Urban erhielten als zuverlässige Helferinnen im Dörpshus Blumen von Passades Bürgermeister Hagen Klindt.

Mit einem Kuss und dem "Freundeskreis" aus Ton bedankte sich Yvonne Ahrendt bei Gabi Klindt für ihre Bemühungen um Jung und Alt, Neubürger und alteingesessene Bürger im Ort. Als "gute Seele" bringe sich Gabi Klindt überall spontan und mit guten Ideen ein, betonte Yvonne Ahrendt. Sie habe ein tolles Spiel für die Kinder entwickelt und sei die treibende Kraft bei der Gestaltung der Passader Kornfigur. Getextet hat Gabi Klindt auch das "Passader Kinderlied" nach der Melodie von "Pippi Langstrumpf", das im Dörpshus von allen angestimmt wurde.

Bürgermeister Hagen Klindt kann stolz sein auf seine lebendige Gemeinde mit dem großen Anteil junger Menschen und Kinder. In seinem Ausblick auf 2011 lobte er denn auch die gute Dorfgemeinschaft, kündigte aber zugleich an, das Motto für dieses Jahr müsse "nur sparen" heißen. Passade sei gezwungen, einige Jahre kürzer zu treten und auf das aufzubauen, "was man hat". Dass die Passader dabei mitziehen werden, bewies der Beifall, den Klindt erhielt.
 
 
 

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Passade

Immer wieder ein Erlebnis: ein Blick vom Schönsten Dorf Deutschlands auf den Passader See

Das "Schönste Dorf" Deutschlands 2005

Ein Wanderweg am See entlang sowie viele Feld- und Radfahrwege laden zu erholsamen Touren ein. Wer gern "sauren Aal" oder frischen Süßwasserfisch isst, kann sich bei Fischmeister Schnoor eindecken oder mit einem Erlaubnisschein in einem gemieteten Boot seinen Fisch selbst angeln. Beim Bio-Bäcker schmecken Brot, Brötchen und Gebäck besonders gut. Leckeren Holsteiner Katenrauchschinken kauft man sehr gut beim Schlachter am See. Herrliche Himbeeren pflückt man selber oder kauft sie während der Saison auf dem Hof Moorhörn. Im "Himbeercafé" mit angegliedertem Hofladen kann man sich die selbstgebackenen Torten mit einem guten Kaffee oder Tee schmecken lassen.

Hagen Klindt
Bürgermeister

Hagen Klindt
04344-9271

Wehrführer
Hauke Klindt
04344-4770

 
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