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Freizeit und Kultur
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Geschrieben von Gabriele Butzke
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Donnerstag, 09. September 2010 |
Passader Wehr feierte 70. und 15. Geburtstag
Einen zünftigen Doppel-Geburtstag feierte am Sonnabend die Passader Wehr. Am 13. Oktober 1935 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet, am 18. Februar 1995 die Jugendfeuerwehr Passade – Grund genug, den 75. und den 15. Geburtstag mit vielen Gästen aus Politik, befreundeten Wehren aus der Nachbarschaft und der Bevölkerung zu begehen. Als Clou wurde zugleich das neue Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W in Betrieb genommen. Bürgermeister Hagen Klindt übergab es der Wehr als Girlanden geschmücktes Geburtstagspräsent.

Assistiert von Kornkönigin Hannah Kübli, überreicht Bürgermeister Hagen Klindt (Mitte) seinem Sohn, Wehrführer Hauke Klindt, den Schlüssel für das neue TSF-W. Foto: Butzke
Der Grund, warum Passade erst ein Jahr später als viele andere (in Erfüllung des Feuerwehrgesetzes) seine Wehr gegründet hat, ist wohl darin zu sehen, dass es sich feuerwehrtechnisch erst von Prasdorf "abnabeln" musste. Wehrführer Hauke Klindt interpretierte den späten Termin damit, dass die Passader alleine feiern wollten. Zum Feiern hat die Wehr allen Grund. Mit 29 Aktiven (darunter zwei Frauen) und 15 Mitgliedern in der Jugendwehr sei sie bestens aufgestellt, wie Kreiswehrführer Manfred Stender in seinem Grußwort feststellte. Das Durchschnittsalter von 35 Jahren liege zudem deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 38,5 Jahren.
"Hauke, Du bist richtig gut davor", lobte Stender den Wehrführer, bevor er dessen Vater Hagen Klindt für 52 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr mit dem neu geschaffenen Ehrenteller des Kreisfeuerwehrverbandes auszeichnete. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt Karsten Wachtel das Brandschutzehrenzeichen in Silber. Zu Hauptfeuerwehrmännern mit drei Sternen wurden Ingo Neelsen und Helge Groß befördert.

So sieht das neue Passader Löschfahrzeug TSF-W aus. Foto: Butzke
Fast jeder Haushalt in Passade stelle ein Mitglied oder ein förderndes Mitglied der Feuerwehr. So ist auch das große Interesse zu verstehen, das die Passader der Feier entgegen brachten. "Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit in Zeiten mit Entsolidarisierungstendenzen", stellte Amtsdirektor Sönke Körber fest. Hildegard Mersmann als stellvertretende Kreispräsidentin betonte: "Sie erweisen der Gemeinschaft einen unschätzbaren Dienst." Amtswehrführer Jürgen Bandoswki erklärte, es sei vorbildlich, wie "Verlässlichkeit und Mitsorge" in Passade gelebt werden.
Dann war es an der Zeit für Jugendfeuerwehrwart Hannes Rönnau, das Wort zu ergreifen und zwei große Neuigkeiten zu verkünden: Zum einen nennt sich die Jugendfeuerwehr Passade seit Sonnabend "Jugendfeuerwehr Passader See", um zu zeigen, dass auch Jugendliche aus Fahren und Stoltenberg dabei sind. Zum anderen sollen in Kürze auch Kinder ab acht Jahren in die Jugendwehr aufgenommen werden. Das müsse die Gemeindevertretung noch abnicken, aber der Bürgermeister habe ihm schon verraten, dass es bald losgehe, sonst gäbe es "Ärger vom Enkel".
Die größte (und schwerste) Neuigkeit des Tages fuhr dann am Abend mit Kornkönigin Hannah Kübli an Bord auf – das Löschfahrzeug TSF-W im Wert von rund 125.000 Euro mit 750 Litern Wasser an Bord. Kornkönigin Hannah hätte am liebsten eine Flasche Sekt am Kühler des feuerroten Fahrzeugs zerschmettert, aber daran hinderten sie die Blauröcke, die den Sekt lieber auf der anschließenden Geburtstagsparty mit DJ Gary trinken wollten.
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