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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Montag, 16. August 2010 | ||
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Der wuchtige Turm der Schönberger Kirche ist eine der Stationen bei der pädagogischen Kirchenführung von Pastor Andreas W. Lüdtke. Foto: Schmidt |
Lüdtke legte bei seinen Erläuterungen auch den Schwerpunkt auf die Symbolik, die beim Bau einer Kirche verwendet wird. "Es ist nichts zufällig", machte der Pastor die auf nahezu alle Kirchen zutreffenden Bedeutungen deutlich. Türen, die Anzahl der Kirchenbänke, die Anzahl der Fenster, der Grundriss, die Ausrichtung von Altar und Kanzel. Doch dass die Spitze des Kirchturms nicht immer ein Kreuz zieren muss, sondern auch ein Hahn, ein Schwan oder – wie in Schönberg – ein Barsch, das erfuhren die Besucher.
Außerdem räumte Lüdtke ein, dass er nach jeder Kirchenführung selbst ein Stück klüger ist und auch von den Teilnehmern eine Menge lerne. Denn bei dieser Kirchenführung kam jeder zu Wort, hatte kleine Aufgaben zu lösen, bestimmte Stellen aus der Bibel zu lesen und konnte selbst eigene Erlebnisse und Erinnerungen schildern. Wie beispielsweise im Vorraum der Kirche, wo das einzige Buntglasfenster in der Gedenkmauer prangt. Diese Mauer, so erzählte der Pastor, gehe zurück auf eine Idee von Pastor Helms und erinnere nicht nur an die Gefallenen, sondern auch die vermissten Frauen und Kinder im zweiten Weltkrieg. Staunen gab’s als Lüdtke von der Errichtung der Mauer berichtete. Die Namen standen nämlich schon auf den Steinen, als die Mauer errichtet wurde. Und zwar alphabetisch geordnet von oben nach unten. Aber wie soll man da mauern? "Das ist schon eine handwerkliche Meisterleistung", sagte Lüdtke und alle teilten seine Anerkennung.
Schier unerschöpflich schienen die Themen dieser Kirchenführung und viel zu kurz die Zeit. Die letzte Gelegenheit in diesem Sommer für einen solchen informativen, stimmungsvollen und kurzweiligen Rundgang gibt es am kommenden Mittwoch, 18. August, 18 Uhr.




