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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Sonntag, 07. März 2010 | ||
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Die Laboer haben vor einigen Jahren ihre Patenschaft zum Minenjagdboot Laboe wieder belebt. Seitdem ist der gegenseitige Besuch anlässlich des Hafengeburtstags ein festes Ritual. Foto: Schmidt |
2006 trugen sich die Marinesoldaten mit ihrem Kommandanten zum ersten Mal in das Goldene Buch der Gemeinde ein, das damit feierlich eingeweiht worden war. Seitdem ist der Hafengeburtstag ein fester Termin für gemeinsame Besuche und einen (oft auch feucht-)fröhlichen Austausch. In disem Jahr nun feiert das Patenboot den 20. Geburtstag nach seiner Indienststellung – ein Anlass, den Gemeinde und vor allem die Marinekameradschaft Laboe im Blick hat.
Die Planung nehmen konkrete Formen an. Denn vom 16. bis 18. April wird das Minenjagdboot an der Nordmole im Laboer Hafen festmachen. Natürlich, und das wissen vor allem Fahrensleute, kann bei Schiffen immer etwas dazwischen kommen, doch in Laboe denkt man positiv. Die Gemeinde hat bereits eine kleine Geburtstagsüberraschung zusammen gestellt und im Rathaus freut man sich auf das Wiedersehen. Für die neuesten Nachrichten sorgen die Aktiven der Marinekameradschaft. So war zu erfahren, dass die Besatzung ihren Einsatz im Mittelmeer gut überstanden hat. Der Hafen von Beirut werde gelegentlich angelaufen, um mit den libanesischen Soldaten zu üben, bei deren Aus- und Weiterbildung behilflich zu sein. Man könne sehr stolz sein auf das Patenboot, denn in einer dramatischen Rettungsaktion, die Besatzung und Boot das Äußerste abverlangte, "haben Kommandant Geppert und seine Mannschaft ihre Professionalität eindrucksvoll unter Beweis gestellt", schildert Frank Ebel seine Informationen. "Vor der libanesischen Küste war ein Frachtschiff auf dem Weg von Uruguay nach Syrien bei widrigem Wetter und in schwerer See mit mehr als 80 Menschen an Bord untergegangen. Der Frachter Danny F II hatte in rund 20 Kilometern Entfernung von der libanesischen Hafenstadt Tripoli kurz vor dem Untergang einen Notruf absetzen können. An der Suchaktion beteiligten sich neben dem Minenjagdboot Laboe auch der Tender Mosel aus Kiel und neun Boote der libanesischen Marine, ein syrisches Schiff und eine italienische Fregatte.
Wegen hoher See (drei bis vier Meter Wellengang) konnten keine Beiboote ausgelassen werden. Die Schiffbrüchigen wurden mit Hilfe von Schwimmtauchern der deutschen Marineboote an Bord genommen. Knapp 50 Menschen überlebten das Unglück, 30 Menschen (24 Überlebende, vier Tote) wurden von den beiden deutschen Schiffen aufgenommen, die dort im Auftrag der UN-Friedenstruppen UNIFIL im Einsatz waren, so der Bericht der Marinekameradschaft.





