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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Brigitte Lederich   
Mittwoch, 04. August 2010

"Pension Seemöwe ist eine Erfolgsgeschichte"

Über einen Zeitraum von 40 Jahren hinweg ein Urlaubsdomizil attraktiv zu halten, stetig zuvorkommend und freundlich in der Gästebetreuung zu sein und gleichzeitig seinen guten Platz am touristischen Marktgeschehen deutlich halten, das ist schon eine große Leistung.

   

Horst (links) und Rosi Michler (Mitte) freuen sich über die erstmalig vergebene Treue-Urkunde, die Jessica Struss vom Tourismusverband (links) und Bürgermeister Wilfried Zurstraßen den Urlaubern überreichten, die bei Vermieterin Doris Ramp regelmäßig zu Gast sind. Foto: Lederich

So sprach Bürgermeister Wilfried Zurstraßen in der vergangenen Woche Anne-Lene und Ernst Meyer neben seinen Glückwünschen, die er mit einem wunderschönen Blumenbukett unterstrich, auch ein großes Lob aus. "40 Jahre ,Pension Seemöwe‘, das ist eine Erfolgsgeschichte", sagte Zurstraßen. "Der Erfolg ist aber nicht vom Himmel gefallen, er wurde hart erarbeitet. Allein die Tatsache, dass heute Gäste dabei sind, die bereits vor 40 Jahren ihren Urlaub hier verbracht haben, unterstreicht dies nachdrücklich." Bei der Feierstunde in der "Seemöwe", an der etliche, langjährige Stammgäste, Verwandte und Freunde des Ehepaares Meyer teilnahmen, überreichte Zurstraßen dem Wirtspaar auch ein vom Probsteier Künstler Rainer Runge gemaltes Bild, dass die "Seemöwe" als "Jubiläumspension" darstellt.

Dass sich die Anfänge des Pensionsbetriebes vor 40 Jahren für die beiden jungen Leute, Ernst und Anne-Lene, schwierig gestalteten und viel Mut erforderten, zeigte auch der kleine Rückblick, den Ernst Meyer den Festgästen gewährte. Der Probsteier hatte einen Jugendtraum. Er wollte aus der alten Fischerkate, die die Familie Meyer 1872 unmittelbar nach der Sturmflut erbaut hatte, eine Pension machen. Seine Anne-Lene, die damals erst 18 Lenze zählte, sagte ja zu diesem Vorhaben. "Wir hatten kein Geld", erzählte der Pensionswirt, "aber Selbstvertrauen". So entstand aus der alten Kate ein gemütliches Haus mit Vermietoption.

Für die damalige Zeit eine sehr mutige Entscheidung. Denn Schönberg war seinerzeit ein Bauerndorf mit zirka 3.500 Einwohnern, der Tourismus fand überwiegend im Bereich des Schönberger Strandes statt. Doch die Vermietung startete 1970 mit sechs Zimmern, 1978 wurde die Pension um zwei Appartements erweitert, 1987 wurde aufgestockt und 1995 ein weiteres Appartementhaus angebaut. Heute umfasst die "Seemöwe" 15 Zimmer und acht Appartements. In den vergangenen 40 Jahren konnte die Familie Meyer den Gästen Gemütlichkeit, Service und eine gute Urlaubsatmosphäre bieten. Hausmutter Anne-Lene, die die Gäste betreute und mit delikaten Torten verwöhnte, war beständig eine liebenswürdige Ansprechpartnerin für ihre Urlauber und zog außerdem noch vier Kinder groß. Ehemann Ernst war hauptberuflich in Holm tätig und gestaltete diverse Freizeitangebote für die Feriengäste. "Wir würdigen hier nicht nur ein Jubiläum", befand Bürgermeister Zurstraßen in seiner Rede, "sondern auch eine besondere Lebensleistung".

Im Herbst ziehen sich die Gasteltern aus der aktiven Zeit der Vermietung zurück und gehen aufs "Altenteil". Die Pension "Seemöwe" wird dann von Schwiegertochter Sarah geführt, mit Unterstützung von Sohn Thorsten. "Die jungen Leute werden hier sicherlich einiges verändern", überlegt Anne-Lene Meyer, "aber im Prinzip wird die ,Seemöwe‘ den Gästen weiterhin das bieten, was sie gewöhnt sind und was ihnen gefällt". Ein beliebtes Gästehaus also und ein bewährtes Urlaubsdomizil.

 
 
 

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Schönberg umfasst heute nicht nur den Zentralort, sondern ferner die Ortsteile Schönberger Strand, Neu-Schönberg, Holm, Kalifornien und Brasilien. Die Einwohnerzahl beträgt rund 6.300. Neben einer Gewerbeansiedlung ist der Tourismus beachtlich gewachsen. Schönberg bietet ein breites Band von Ferienbetten an. Das Angebot erstreckt sich von Appartements im Ostsee-Ferienpark Holm über Gästebetten des Beherbergungsgewerbes, bis zu einer großen Anzahl von privaten Zimmern mit Frühstück oder mit Kochgelegenheit und Ferienwohnungen. Durch Eröffnung des Ostsee-Sanatoriums Holm (jetzt: Ostseeklinik) erfolgt über die Bundesanstalt für Angestellte (BfA) ein ganzjähriger turnusmäßiger Besuch von Erholungsgästen.

Wilfried Zurstraßen
Bürgermeister
Wilfried Zurstraßen
04344-306100 (dstl.)

Gemeindewehrführer
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0172-9234881

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