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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Sonntag, 25. April 2010

Pflegeheim nimmt konkretere Formen an

Eine unendliche, nun schon fast 16 Jahre alte Geschichte kommt in Probsteierhagen in Bewegung. Sollte die Kirche als Grundstückseigentümer den Kaufvertrag endlich unterzeichnen und sollten die Investoren, mit denen Architekt Horst Diekmann nach eigenen Worten "seit sechs Wochen in ernsthaften Verhandlungen steht", bei der Stange bleiben, könnte alles sehr schnell gehen. Immerhin hat der Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend in "Suckow’s Gasthof" die Weichen für den B-Plan Nr. 11 gestellt. Inhalt: Bau eines Pflegeheims inklusive Betreutem Wohnen.

Ein großer, aber luftiger Bau mit mediterranen Farben – so sieht der Schönberger Architekt Horst Diekmann die Pflege-/Wohnanlage. Foto: Butzke

Ein großer, aber luftiger Bau mit mediterranen Farben – so sieht der Schönberger Architekt Horst Diekmann die Pflege-/Wohnanlage. Foto: Butzke


Auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen der L 50 und den Bahnschienen, hinter der Autowaschanlage und den Kleingärten, will der Schönberger Architekt Diekmann eine ebenerdige Wohnanlage errichten, die Platz für 30 pflegebedürftige Menschen in Gruppenpflege und 16 betreute Wohnungen für je zwei Personen bietet. Im großen Innenhof, "umsorgt von Sonne und frischer Luft", so Diekmann, können sich Demenzkranke aufhalten. Weitere Innenhöfe gliedern den großen Bau. Mediterrane Farben, die laut Diekmann "auf ältere Menschen besonders angenehm wirken", sollen den Verputz des Baus bestimmen.


Hinsichtlich des Putzes waren sich der Ausschussvorsitzende Jörg Fister und einige Mitglieder nicht sicher, ob sie dem Vorschlag des Architekten folgen oder auf Verblendung bestehen sollten. Verblendung würde aber zu viel Platz wegnehmen, argumentierte Diekmann. Platz ist sowieso knapp, denn wegen des großflächigen Baus, der davor liegenden Kleingartenanlage und schützenswerten Bäumen gibt es nur schmale Zufahrts- und Zugangsstraßen. Hier soll der dann aufzustellende Erschließungsplan mehr Luft schaffen. In den B-Plan geschrieben wird jedenfalls eine Dachneigung von maximal 15 Prozent. Horst Diekmann hat ein nur fünf Prozent geneigtes Flachdach vorgesehen.


Stadtplaner Oliver Kühle aus Kiel schlug vor, einen "vorhabenbezogenen" B-Plan aufzustellen, für den keine Grundrisszeichnungen erforderlich sind. Er errechnete, dass das Gebäude etwa 40 Meter über NN liegt, da das Gelände bereits eine Höhe von 34 Meter aufweist. Da es sich um eine verdichtete Bauweise handelt, dürfen die westliche Zuwegung und die Wege am Haus nicht versiegelt werden. Geschützt werden vorhandene Bäume und Buschanpflanzungen. Nach ausgiebiger Diskussion wird der B-Plan jetzt für das Beteiligungsverfahren vorbereitet und kann – wenn alles gut geht – im Spätherbst beschlossen werden.


Der Um- und Anbau des Kindergartens wird planmäßig fertig. "Wir sind im Zeitplan", freute sich Bürgermeisterin Margret Lüneburg, "zum 1. August können neue Kinder in den neuen Kindergarten einziehen." Beim Wehr der Hagener Au wird der Wasserunterhaltungsverband für Probsteierhagen tätig und nimmt Umbauten in der Form vor, dass Fische wieder durch das Wehr schwimmen können. Bezahlt wird die Maßnahme mit Geldern aus der europäischen Wasserrichtlinie.

 
 
 

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