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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Gabriele Butzke | ||
| Dienstag, 23. Februar 2010 | ||
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| Pastor Christoph Thoböll (links) wurde ihm Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Propst Matthias Petersen in sein Amt eingeführt. Foto: Butzke |
Als "tapferen Schritt" hatte der Propst zuvor die Entscheidung des Pastors bezeichnet, mit seiner Frau Antje und drei Kindern aus Hamburg nach Probsteierhagen überzusiedeln – und hatte damit in der voll besetzten Kirche erstaunte Lacher auf seiner Seite. Petersen erklärte sich aber sogleich. Die ganz besondere Situation einer Landgemeinde, die Einzelpfarrstelle mit vielen Dörfern, die gewachsenen Traditionen und nicht zuletzt ein "sehr selbstbewusster" Kirchenvorstand seien für Pastor Thoböll eine Herausforderung, zu deren Bewältigung er ihm viel Glück wünsche.
Das Wort vom "selbstbewussten" Kirchenvorstand griff der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Dr. Werner Lüpping beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus noch einmal auf und bot dem neuen "Vollzeitmitarbeiter Gottes" seine uneingeschränkte Unterstützung an. Für jeden Buchstaben des Alphabets formulierte Lüpping Erwartungen und Forderungen – so erwa für "K" die Kinderfreizeit, Konfirmanden, den Kirchenvorstand und eventuell eine "Konfi-VZ" statt der "Schüler-VZ".
Probsteierhagens Bürgermeisterin Margrit Lüneburg begrüßte Thoböll und seine Familie offiziell in der Gemeinde und überreichte ihm ein Exemplar der neuen Chronik. Die Pastoren der Nachbargemeinden, Friedemann Noffke aus Laboe und Gerhard Sabrowski aus dem Ostseebad Schönberg, schlossen sich mit guten Wünschen und probstei-typischen Geschenken an. Am Empfang nahmen auch die jeweiligen Bürgermeister der Dörfer der Kirchengemeinde teil.
Pastor Thoböll kennt sich indes schon recht gut mit der Kirche aus, in der er künftig predigen wird. Im Gottesdienst bat er seine Zuhörer, sich nicht von dem Gedanken an die links in der Krypta gestapelten Särge irritieren zu lassen, sondern einmal in den Altarraum zu treten. "Kommen Sie nachher einmal ganz nach vorn ans Altarbild, wo Jesus darum bittet, dass der Kelch an ihm vorbei gehe", lud er die Gemeinde ein, "schauen Sie nach oben, und Sie werden erleben – der Himmel geht auf."





