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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Dienstag, 23. Februar 2010

P'hagens neuer Pastor heißt Christoph Thoböll

"Bist du bereit, den Dienst eines Pastors an dieser Gemeinde zu übernehmen?", fragte Propst Matthias Petersen, und Pastor Christoph Thoböll antwortete: "Ja, mit Gottes Hilfe." Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der evangelisch-lutherischen St. Katharinen-Kirche, an dem auch die Pastoren Andrea Noffke (Region Probstei), Andreas Wendt (Urlauberkirche Probstei), Reinhard von Kries (Lübeck) und Christian Hild (Uetersen) mitwirkten, wurde Christoph Thoböll Sonntagnachmittag in sein Amt eingeführt.

   

  Pastor Christoph Thoböll (links) wurde ihm Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Propst Matthias Petersen in sein Amt eingeführt. Foto: Butzke

Pastor Christoph Thoböll (links) wurde ihm Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Propst Matthias Petersen in sein Amt eingeführt. Foto: Butzke

 

Als "tapferen Schritt" hatte der Propst zuvor die Entscheidung des Pastors bezeichnet, mit seiner Frau Antje und drei Kindern aus Hamburg nach Probsteierhagen überzusiedeln – und hatte damit in der voll besetzten Kirche erstaunte Lacher auf seiner Seite. Petersen erklärte sich aber sogleich. Die ganz besondere Situation einer Landgemeinde, die Einzelpfarrstelle mit vielen Dörfern, die gewachsenen Traditionen und nicht zuletzt ein "sehr selbstbewusster" Kirchenvorstand seien für Pastor Thoböll eine Herausforderung, zu deren Bewältigung er ihm viel Glück wünsche.


Das Wort vom "selbstbewussten" Kirchenvorstand griff der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Dr. Werner Lüpping beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus noch einmal auf und bot dem neuen "Vollzeitmitarbeiter Gottes" seine uneingeschränkte Unterstützung an. Für jeden Buchstaben des Alphabets formulierte Lüpping Erwartungen und Forderungen – so erwa für "K" die Kinderfreizeit, Konfirmanden, den Kirchenvorstand und eventuell eine "Konfi-VZ" statt der "Schüler-VZ".


Probsteierhagens Bürgermeisterin Margrit Lüneburg begrüßte Thoböll und seine Familie offiziell in der Gemeinde und überreichte ihm ein Exemplar der neuen Chronik. Die Pastoren der Nachbargemeinden, Friedemann Noffke aus Laboe und Gerhard Sabrowski aus dem Ostseebad Schönberg, schlossen sich mit guten Wünschen und probstei-typischen Geschenken an. Am Empfang nahmen auch die jeweiligen Bürgermeister der Dörfer der Kirchengemeinde teil.


Pastor Thoböll kennt sich indes schon recht gut mit der Kirche aus, in der er künftig predigen wird. Im Gottesdienst bat er seine Zuhörer, sich nicht von dem Gedanken an die links in der Krypta gestapelten Särge irritieren zu lassen, sondern einmal in den Altarraum zu treten. "Kommen Sie nachher einmal ganz nach vorn ans Altarbild, wo Jesus darum bittet, dass der Kelch an ihm vorbei gehe", lud er die Gemeinde ein, "schauen Sie nach oben, und Sie werden erleben – der Himmel geht auf."

 
 
 

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Probsteierhagen

Wunderschön in jeder Jahreszeit: Das 1649 erbaute Herrenhaus Hagen

Dorfprägend: das Schloss und die Kirche

Probsteierhagen, dessen Ursprung sich auf das Jahr 1259 zurückführen lässt, ist ein traditionsreiches Dorf in der Probstei. Über Jahrhunderte eng verbunden mit dem adeligen Gut Hagen wurde das Handwerkerdorf Probsteierhagen (östlich der Hagener Au gelegen) um 1930 mit dem Gutsbezirk Hagen nach dessen Aufteilung in rund 70 Kleinbauernstellen zur heutigen Gemeinde Probsteierhagen vereinigt. Prägend sind auch heute noch das alte Herrenhaus Hagen aus dem Jahre 1649 mit dem dazugehörenden Park, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird (Ausstellungen, Konzerte usw.), und die St. Katharinenkirche mit dem Ursprung aus dem 13. Jahrhundert.

Margrit Lüneburg
Bürgermeisterin

Margrit Lüneburg
04348-8916

Gemeindewehrführer
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04348-1781

 
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