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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Astrid Schmidt | ||
| Freitag, 30. Juli 2010 | ||
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Daumencatchen – der Piratennachwuchs staunt über diese neue Kampfdisziplin. Foto: Schmidt |
Der Höhepunkt allerdings waren die Kaperfahrten mit dem Traditionssegler "Jachara", der viermal mit voller "Piratencrew" auf die Kieler Förde hinaus segelt. Dort hieß es dann alle Mann in die Rahen und an die Schot, Segel setzen und Knoten lernen.
Doch zunächst wurde der Seeräubernachwuchs zünftig ausgestattet und eingestimmt. Von der Beute-Marie und dem Piraten-Joe. Alle kleinen Piraten erhielten ihre "Kriegsbemalung" – eine Narbe auf der Wange, eine Augenklappe und – einen Bart. Denn "alle die mit uns auf Kaperfahrt gehen, müssen Männer mit Bärten sein" heißt es schließlich in dem Piratenlied, das die Kinder gemeinsam lernten. Einstimmen durften natürlich auch Eltern und Großeltern, die an Bord ebensoviel Spaß hatten, wie ihre Sprösslinge. So auch Walter und Christine Müller aus Laboe, die ihren Enkelsohn Felix begleiteten. "Es ist ganz toll, wie die Kinder hier mit einbezogen werden", loben die beiden Laboer. Denn Felix lernt nicht nur, wie die Piraten grimmig gucken, breitbeinig auf den Planken stehen oder einen Piratengruß abschicken. Sie lernen auch, dass rechts an Bord Steuerbord heißt, die linke Bootsseite in Fahrtrichtung Backbord genannt wird, die Bootsspitze Bug heißt und hinten das Heck ist.
Besonders die Jungs unter den begeisterten Piraten-Minis schauen genau hin, als es um den Pirtenkampf geht. Natürlich ohne Blut, wie die Beute-Marie erklärt. "Wir sind ja ein Piraten-Ausbildungsschiff", sagt sie. Da messen sich die Krieger mit "Daumencatchen" oder Armdrücken, angefeuert natürlich von den Mannen an Bord. Auch die Knotenlehre ist wichtig, wie Piraten-Joe erklärt. Alle passen gut auf und so manch einem, wie Tobias, Felix, Ramon oder Tom-Lukas gelingt da schon ein richtiger Acht-Knoten. Nach 90 Minuten angestrengter Piraten-Arbeit an Bord gibt’s natürlich auch den langersehnten Lohn für die Kanonen-Lena, den Messer-Morris oder die Schatz-Lotta: die Piraten-Urkunde. Stolz nehmen die Kinder ihr Seeräuber-Diplom mit nach Hause.
Zum zweiten Mal sorgte die Veranstaltung der Agentur "Keep in move" für eine riesige Resonanz im Ostseebad, ein Grund für absolute Zufriedenheit im Tourismusbetrieb Laboe.
"Diese Veranstaltung passt genau in unser Konzept und zu Laboe", findet Andrea Simons. So dürfte Laboe auch im nächsten Jahr eine Station der "Ostsee-Piratentour" der Agentur sein, die mit einem knappen Dutzend professioneller Kinderanimateure für eine gelungene Veranstaltung sorgte.





