Platz 14 beim größten Schulsportwettbewerb
Mit der Teilnahme am fünftägigen Bundesfinale des weltweit größten Schulsportfestes "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin ging für Schönbergs WK2-Fußballmädchen der Gemeinschaftsschule Probstei und ihre Lehrkräfte Kim Hof und Heiko Lükemann ein Traum in Erfüllung. Mit hohen Erwartungen nach Berlin gereist, wurden diese noch weit übertroffen. Sportlich landete das GSP-Team noch vor den Vertretern aus Hamburg und Bremen auf dem guten vierzehnten Platz bei sechzehn teilnehmenden Bundesländern. Und die Erlebnisse und Begegnungen auch außerhalb des grünen Rasens werden die Schönberger Olympioniken wohl nie vergessen.
Fototermin für Schönbergs Schulfußballmädchen vor dem Brandenburger Tor. Foto Lükemann
"Jugend trainiert für Olympia" ist seit langem der größte leistungsorientierte Schulsportwettbewerb der Welt. Seit seinem Start im Jahr 1969 hat er sich stetig weiterentwickelt. Wurde seinerzeit in zwei Sportarten um den Sieg gerungen, sind es heute insgesamt sechzehn verschiedenen Sportarten, in denen Jahr für Jahr in einem Herbst- und einem Sommerfinale rund 800.000 Schüler an den Start gehen. Der Wettbewerb hat auch bei seiner nun 82. Austragung nach 42 Jahren nichts an Attraktivität verloren.
Nach der offiziellen Akkreditierung der 3.000 Teilnehmer des diesjährigen Herbstfinales mit neun Sportarten wurde das Meininger Hotel am Berliner Hauptbahnhof für das Schönberger Schulteam und viele andere Athleten zum Olympischen Dorf.
An den folgenden drei anstrengenden Wettkampftagen wurden die Sieger ermittelt. Für die Schönbergerinnen gab es in der Vorrunde bei den Spielen gegen Bayern (0:3), Saarland (0:3) und Mecklenburg-Vorpommern (0:1) nichts zu gewinnen. Zu groß waren die Leistungsunterschiede. "Das waren fußballerische Welten. Gegen die Sportgymnasien hatten wir nie den Hauch einer Chance. Alle Niederlagen waren auch in der Höhe verdient. Toll, was in anderen Bundesländern möglich ist und sich in starken sportlichen Leistungen widerspiegelt. 30.000 Euro pro Jahr allein für den Schulfußball sind Summen, bei denen wir nie mithalten können", zeigte sich GSP-Sportlehrerin Kim Hof angetan. In der Zwischenrunde musste das Team gegen den Berliner Vertreter gleich eine 0:5-Niederlage einstecken. Unbändige Freude dann beim folgenden 5:0-Erfolg gegen Bremen. Im Spiel um Platz dreizehn unterlagen die Schönbergerinnen am letzten Turniertag unglücklich mit 2:3 dem Vertreter aus Nordrhein-Westfalen. "Sportlich ist der 14. Platz für unser Bundesland schon als Erfolg zu werten. In vielen anderen Sportarten lief es für Schleswig-Holstein ähnlich. Nur beim Rudern hat unser Bundesland eine Bronzemedaille gewonnen", bilanzierte GSP-Mannschaftsführerin Laura Bunger.
Die professionellen Bedingungen bei der Durchführung des Bundesfinales und das überaus attraktive Rahmenprogramm der Tage in Berlin waren einzigartig und bleiben der Schönberger Mannschaft unvergessen. "Wir haben so viele andere sportbegeisterte Jugendliche kennen lernen dürfen und so viel erlebt", freuten sich die Schönberger Schülerinnen. Dazu gehörte der Empfang in der schleswig-holsteinischen Ländervertretung, bei dem das Team Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug traf und ihn zu einem Besuch nach Schönberg einlud. Dazu gehörten aber auch der Besuch der Glaskuppel im Reichstag, der Besuch beim Wettkampf der Beach-Volleyballer, die vielen Berliner Sehenswürdigkeiten, der feste Zusammenhalt im Team, die Spreefahrt, die Unterstützung vom mitgereisten Großvater Uwe Krüger, die Stadtbummel, das Geschenk der legendären JtfO-Regenjacke, der Besuch des Queen-Musicals "We will rock You" im Theater des Westens und die vielen Begegnungen und Erlebnisse mit den anderen Athleten. Einer der besonderen Höhepunkte war die Olympische Abschlussfeier in der Berliner Max-Schmeling-Halle, bei der alle 3.000 Teilnehmer und ihre Betreuer anwesend waren und einen Abend lang gemeinsam sich und ihren Sport feierten.
Mit ausschließlich positiven Erinnerungen reiste das Team am Tag danach erschöpft, glücklich und mit ein wenig Wehmut zurück nach Schönberg, wohl wissend, ein Teil des weltweit größten Schulsportwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" gewesen zu sein.
Die Platzierungen des Bundesfinales der WK2-Mädchen im Schulfußball:
1. Sportschule Potsdam (Brandenburg), 2. Sportgymnasium Jena (Thüringen), 3. Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe (Baden-Württemberg), 4. Sportgymnasium Magdeburg (Sachsen-Anhalt), 5. Gymnasium Leoninum Handrup (Niedersachsen), 6. Landesgymnasium für Sport Leipzig (Sachsen), 7. Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen (Bayern), 8. Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), 9. Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt (Hessen), 10. Gesamtschule Rastbachtal Saarbrücken (Saarland), 11. Poelchau-Oberschule (Berlin), 12. Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur (Rheinland-Pfalz), 13. Gymnasium St. Wolfhelm Schwalmtal (Nordrhein-Westfalen), 14. Gemeinschaftsschule Probstei Schönberg (Schleswig-Holstein) mit Sophie Schlünsen, Nadine Hasse, Laura Bunger, Larissa Dziekan, Kea Grapatin, Laura Glüsing, Julia Hoppe, Janne Lükemann, Maja Diekmann, Jorid Conrad und Klarissa Oppe, 15. Erich-Kästner-Gesamtschule (Hamburg), 16. Paula-Modersohnschule Bremerhaven (Bremen)..
|