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Lutterbek - Polizeimeldungen
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Freitag, 20. Januar 2012

Polizei gab Tipps zum Thema "Sicherheit" 

Eine Reihe von Einbrüchen und Einbruchsversuchen in Häuser, dazu Raubüberfälle auf Taxifahrer (der Herold berichtete) haben die Einwohner von Lutterbek stark verunsichert. Auf Einladung von Bürgermeister Jens Peters war daher am Montagabend Rüdiger Boll, Stationsleiter der Polizei in Probsteierhagen, zu Gast im Lutterbeker Dorfgemeinschaftshaus, gab den zahlreich erschienenen Einwohnern Tipps für mehr Sicherheit und stellte sich den Fragen der Hauseigentümer. Sein Appell: "Ohne Informationen der Bürger sind wir als Polizei blind – wir sind auf Ihre Augen angewiesen!"

 

Den aus der Tür herausragenden Schließzylinder am Dorfgemeinschaftshaus bemängelt Rüdiger Boll (rechts). Bürgermeister Jens Peters (links) verspricht sofortige Abhilfe. Foto: Butzke

Den aus der Tür herausragenden Schließzylinder am Dorfgemeinschaftshaus bemängelt Rüdiger Boll (rechts). Bürgermeister Jens Peters (links) verspricht sofortige Abhilfe. Foto: Butzke

 

 

Sogenannte "Dämmerungseinbrüche" kennt man in der Probstei seit jeher in der dunklen Jahreszeit. Diesmal sei man bis zum November verschont geblieben, führte Boll aus. Dann allerdings ging es Schlag auf Schlag: Raubtaten (Taxifahrer, Spielhalle), Einbruchserien in Lutterbek (13 Anzeigen), Stein (23 Anzeigen) und Tökendorf (fünf Anzeigen), Einbrüche ins Sportheim Stein und in die Fischerhütten sowie Autodiebstähle hielten die Probsteierhagener Beamten, die für sieben Dörfer verantwortlich sind, in Atem. Inzwischen herrsche wieder "relative Ruhe", so Boll; die Tätergruppen, die sich untereinander kannten, konnten dingfest gemacht werden.


Um Häuser nach Möglichkeit einbruchsicher zu machen, müsse besonders den hinteren, der Straße abgewendeten Bereichen Aufmerksamkeit geschenkt werden, erläuterte Rüdiger Boll. Außenrolläden mit Verriegelung, kräftige Beschläge mit Aufbohrschutz für die Fenster (installiert vom Tischler, der über eine "Einrichterurkunde" verfügt), aber auch "Heuler", die die Einbrecher in die Flucht schlagen, sind empfehlenswert. Auf keinen Fall darf der Schließzylinder aus der Tür herausgucken, denn auf diese Weise lässt er sich leicht herausziehen. Wer sich näher informieren will, holt sich bei der Polizeistation eine Informationsbroschüre, in der die Schwachstellen eines Hauses genau beschrieben sind.


Die Polizei sollte über Telefon 110 bereits informiert werden, wenn sich tagsüber verdächtige Personen im Ort herumtreiben, so Boll, denn Einbrecher kundschaften die Örtlichkeiten vorher genau aus. Und was ist zu tun, wenn man am frühen Morgen durch Geräusche aufgeweckt wird, die eindeutig von Einbrechern stammen? "Licht machen, Krach machen", empfiehlt Boll, denn die meisten Einbrecher würden dann schnell wieder verschwinden. Wie allerdings Drogen-Junkies reagieren, könne niemand vor?aussagen, warnt er, deshalb sei auf jeden Fall Vorsicht geboten. "Leben auf die Straße bringen", heißt sein zweiter Tipp. Doch auch hier gilt es, vorsichtig zu sein. Nur zu zweit sollte man das Haus verlassen.


Die in Lutterbek genau wie in Tökendorf nach den Einbrüchen organisierte Telefonkette kann hilfreich sein, sollte aber nicht zur "Bürgerwehr" werden. Die Verbrecherjagd gehöre einzig und allein in die Hand der Polizei, betont Rüdiger Boll und bittet, bei allen ungewöhnlichen Vorkommnissen sofort Kontakt unter % 110 aufzunehmen. Auch ein "alter Bekannter" war den Beamten ins Netz gegangen, nachdem er bei einer Überprüfung an der Laboer Bushaltestelle zunächst nur dadurch aufgefallen war, dass er eine große Menge Zwei-Euro-Stücke bei sich trug. Als dann aber die bestohlene Laboerin der Polizei erzählte, sie sammele für ihr Enkelkind Zwei-Euro-Stücke, und das Glas sei völlig leer, schlugen die Beamten zu und verhafteten den Mann aus dem Bus heraus.

 
 
 

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