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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Gabriele Butzke | ||
| Montag, 27. Juli 2009 | ||
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| Amtsvorsteher Hagen Klindt hat die designierte Kornprinzessin Hannah (links) und die designierte Kornkönigin Katharina in die Mitte genommen. Foto: Butzke |
Ganz wie geplant verlief die Proklamation allerdings nicht, denn der Himmel öffnete immer wieder seine Schleusen über der Festgesellschaft. Das hatte Pastorin Regine Paschmann in ihrem Gottesdienst zur Eröffnung der 10. Probsteier Korntage schon prophezeit, als sie eine alte Bauernregel für den Jakobitag zitierte: "Gegen Margarethen und Jakoben die stärksten Gewitter toben." Donnersohn Jakobus schickte zwar kein Gewitter, aber gehörigen Regen, und so mussten sich die Majestäten mit Schirmen schützen, während über Altar und Rednertribüne kurzerhand ein Zelt aufgestellt wurde.
Unterm Zeltdach begrüßte Bürgermeisterin Margrit Lüneburg die Gäste. Probsteierhagen freue sich, heute Gastgeber zu sein, sagte sie, vor allem, weil dies schon vor dem schon fertigen Schlosseingang mit neuer Uhr und neuer Haube möglich sei. Danach betonte Amtsvorsteher Hagen Klindt, die Korntage seien weitaus mehr als ein "Event", denn Getreide habe in der Probstei eine tiefe Bedeutung. Den Besuchern der Region wünschte er "schöne vier Wochen" mit vielen Veranstaltungen und dem einzigartigen Strohfigurenwettbewerb. Es seien wieder "wahre Kunstwerke" aus dem unverwechselbaren Material Stroh mit seinen scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten entstanden.
Mit einem Dank für ihr "gutes Außen- und Innenmarketing" übergab Hagen Klindt der scheidenden Kornkönigin Imken Krohn das Mikrofon, die von ihren über 60 Terminen und dem Höhepunkt der Grünen Woche in Berlin berichtete. Seit Berlin, so gab sie lachend zu, habe sie Gefallen an Autogrammkarten gefunden. "Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt, es war eine tolle Zeit", war das Resümee ihrer zwei Jahre als Prinzessin und Königin. Bevor sie ihre Schärpe an die neue Kornkönigin Katharina abgeben musste, wünschte sie ihrer Nachfolgerin alles Gute.
Königin Katharina weiß, was auf sie zukommt, denn ein Jahr lang hat sie ja schon als Prinzessin an der Seite der scheidenden Königin gewirkt. Es sei alles "sehr spannend" für sie, verriet sie dem Publikum, sie freue sich darauf, viele neue Leute kennenzulernen.
Neben ihr wird Hannah Kübli als Prinzessin die Probstei bereisen und an den Veranstaltungen der Korntage teilnehmen. Ihr Name sei Schweizer Ursprungs, sie lebe aber seit langen Jahren in Fahren, hatte Hagen Klindt zuvor erläutert. Sie studiert Deutsch und Geschichte und macht auch noch eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Die vielseitige Hannah liebt ihren Heimatort, der geradezu "ein Paradies" sei, und sie arbeitet sehr gern an der frischen Luft – weil das Schreiben der Hausarbeiten im Garten einfacher sei als in der Bibliothek.
"Die Probstei kann stolz darauf sein, solche engagierten jungen Frauen zu haben", erklärte Rosenkönigin Franziska Maiwald aus Glücksburg, die zugleich Länderbeauftragte der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Königinnen ist, in ihrer Glückwunschrede. Darin war sie sich mit Hermann-Josef Thoben einig, der schon eingangs die "starken, selbstbewussten, kritischen Menschen in der Probstei" gelobt hatte. Die Korntage seien der Kitt, der die Probstei zusammenhält, so Thoben. Das müsse zusammen mit den Gästen der Probstei in den kommenden Wochen gebührend gefeiert werden.






