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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 16. März 2006

Sanierungsarbeiten in vollem Gange

Das Projekt "Alte Lutterbeker Schmiede" stößt bei Bürgern, Vereinen und im Umland auf gute Resonanz. Diese Bilanz zog Vorsitzender Heinrich Stark während der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins am Dienstag. Das große Interesse zeigt sich unter anderem in der Mitgliederzahl. Denn die hat sich seit Gründung vor einem Jahr mehr als verdoppelt. Jetzt zählt der junge Verein 45 Mitglieder. Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit in diesem Jahr sind die Umbauarbeiten an der Schmiede selbst.

Die Sanierungsarbeiten haben begonnen: Die Alte Lutterbeker Schmiede soll sich schon im Sommer zu den Probsteier Korntagen in altem Schick präsentieren

Die Sanierungsarbeiten haben begonnen: Die "Alte Lutterbeker Schmiede" soll sich schon im Sommer zu den "Probsteier
Korntagen" in "altem" Schick präsentieren.
Foto: Schmidt

"Die drei wesentlichen Sanierungsbereiche sind die Fassade, das Dach und der Schornstein", erläuterte Stark die Arbeiten. Bei der Prüfung der Bausubstanz hatte sich herausgestellt, dass das Mauerwerk erheblich sanierungsbedürftig ist und viele der alten Ziegelsteine entgegen der Erwartung nicht wieder verwendet werden können.  Um beim Wiederaufbau des alten Gebäudes dem Original möglichst nahe zu kommen, sollen nun alte Mauersteine beschafft werden. Doch das stelle kein Problem dar, so Vorsitzender Heinrich Stark. Die Dacheindeckung (mit roten S-Pfannen wie im Original) soll in Eigenleistung übernommen werden, denn ein Fachmann ist selbst Vereinsmitglied. Komplett saniert wird auch die Esse. Die alte ist bereits abgerissen und wird neu aufgebaut, ebenso wird der Schornstein saniert, so dass dann die Schmiedearbeiten pünktlich zu den "Probsteier Korntagen" im Sommer wieder gezeigt werden können.


Doch in diesem im Entstehen begriffenen Kulturzentrum soll nicht nur das alte Schmiedehandwerk demonstriert werden, sondern ein vielfältiger Veranstaltungskalender schwebt den Organisatoren vor. Ideen wie Kunsthandwerkermärkte, Workshops oder ähnliches gibt es auch genug. Die allerdings können erst zum Jahr 2007 geplant und umgesetzt werden, denn in diesem Jahr nehme die umfangreiche Bautätigkeit die Zeit des Vereins ein, so Stark. Für eine Zusammenarbeit im kulturellen Bereich haben sich auch bereits Vereine bereit gefunden. Die bisher in der "Alten Schmiede" angebotenen Veranstaltungen im Rahmen der "Probsteier Korntage" und des "Lutterbeker" waren bei Besuchern und Veranstaltern auf gute Resonanz gestoßen, zog Stark eine durchweg positive Bilanz.


Unter dem Punkt Wahlen bestätigte die Versammlung Alfred Böttcher im Amt des Vorsitzenden, Marlies Stokmann ist neue Schriftführerin.

 
 
 

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Lutterbek

Die Lutterbeker Schmiede - das Schmuckstück der Gemeinde wird derzeit restauriert

Lutterbek - ehemaliger Sitz des Klosters Preetz

Im Jahre 1240 begab es sich, dass erstmals Schriftkundige (wahrscheinlich Nonnen aus dem Kloster Preetz) in die Probstei kamen und über die Dörfer, deren Menschen und Leben berichteten und dieses niederschrieben. Das Dorf am "lauteren Bach" hatte einen derart prägenden Eindruck bei den Nonnen hinterlassen, dass der Sitz des Klosters in Preetz nach Lutterbek verlegt wurde, wenn auch nicht für eine sehr lange Zeit. Heute prägt das Veranstaltungslokal "Lutterbeker" das Erscheinungsbild und die Bekanntheit des Ortes am lauteren Bach. Das ehemalige Kloster, die alte Wassermühle, die Schmiede, die Dorfschule oder der Höker - diese Gebäude stehen noch, werden aber nicht mehr in ihrer ehemaligen Funktion genutzt.

 

Jens Peters 

Bürgermeister

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