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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Jochen Denker | ||
| Freitag, 20. Mai 2011 | ||
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Schloss Hagen wurde feierlich eingeweiht
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Am Sonntag wurde Schloss Hagen nach vierjähriger Sanierung feierlich eingeweiht. Über 200 Gäste wohnten der Eröffnung bei. Foto: Denker |
"Der Weg bis heute war steinig, gepflastert mit vielen schlechten Nachrichten, die sich beim Freilegen von Balken, Wänden, Fußböden und Mauerwerk während der Sanierung auftaten", resümierte Margrit Lüneburg in ihrer Eröffnungsrede. So war es mal der buntgescheckte Nagekäfer, der Hausschwamm oder die exponentiell wachsenden Kosten, die die Zukunft des Probsteierhagener Herrenhauses in den vergangenen Jahren in Frage stellten. Doch obwohl die Sanierung und die Restaurierung des Schlosses eine große finanzielle Belastung für die 2.000 Einwohner zählende Gemeinde darstellt, sei die Entscheidung richtig gewesen, so Lüneburg. "Das hat uns der Zuspruch aus der Bevölkerung bestätigt", sagte sie mit Stolz. Auch die Gastredner, darunter Dr. Berthold Köster vom Landesamt für Denkmalpflege, hoben den "gemeindlichen Besitzerstolz", das große Engagement sowie den konstruktiven Willen aller Beteiligter hervor.
Insgesamt 3,5 Millionen Euro sind in das Projekt geflossen. Obwohl viele Fördertöpfe bemüht wurden, trägt die Gemeinde selbst fast zwei Millionen dieser Summe. Dass sich diese Investition auch für zukünftige Generationen gelohnt hat, zeigte sich bei einem Rundgang. Das Haus strahlt nicht nur im alten Glanz, die Restaurierungsarbeiten sorgten auch für positive Überraschungen. Einmalige Funde wie die barocken Stucco-Lustro-Malereien im "Pogwischzimmer", die reich verzierte Stuckdecke im "Blomezimmer" oder der "Kaminsaal" mit seiner eleganten Holzdecke zeigen nachfolgenden Generationen ein Stück Geschichte und heben die kulturelle Bedeutung für die Geschichte Schleswig-Holsteins hervor. "Langfristig bedeutet dies einen wertigeren Platz unter den Herrenhäusern im Norden und damit auch für die Gemeinde einen höheren Bekanntheitsgrad und Nutzen", so Dr. Silke Hunzinger von der Unteren Denkmalschutzbehörde.
Dies sei insbesondere für die langfristige Nutzung des Schlosses wichtig. So wurde Schloss Hagen im Zuge der Restaurierung so hergerichtet, dass es für Veranstaltungen nutzbar ist. Hochzeiten, Feierlichkeiten, Tagungen, Kunst-Märkte und vieles mehr sollen im Schloss stattfinden und für eine solide wirtschaftliche Grundlage sorgen. Als Partner für die Vermarktung wurde die Erlebnisagentur Challenge mit ins Boot geholt.
Kreispräsident Peter Sönnichsen lobte die große Gemeinschaftsaufgabe, die aus einer privaten und gemeindlichen Initiative heraus erfolgreich vorangetrieben worden sei. "Ich hoffe, dass das Schloss für die Bürger dieser Gemeinde der Bezugspunkt wird", so Sönnichsen. Der Amtsdirektor des Amtes Probstei, Sönke Körber, wies auf die kommenden Aufgaben hin. So sei die Sanierung zwar abgeschlossen, doch gelte es nun, die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Räumlichkeiten zu sichern.
Einen kleinen finanziellen Beitrag leisteten die Gäste noch bei der Eröffnungsfeier: Für drei Euro erwarben sie einen gebackenen Schloss-Hagen-Taler, der die Vorderseite des Herrenhauses zeigt.





