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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Sonntag, 20. November 2011

 

Schönberg unterzeichnet Kooperationsvertrag

In der jüngsten Vergangenheit haben (wie berichtet) viele Probstei-Gemeinden ihre Schmutzwasserbeseitigung an den Zweckverband Ostholstein (ZVO) abgegeben. Diese Veränderungen führen nun auch zu einer neuen Struktur für die Gemeinde Schönberg. Die will ihren „Solitärcharakter“ behalten und hat am Mittwoch mit dem ZVO einen öffentlich-rechtlichen Vertrag geschlossen, der die Kooperation beider Partner regelt. Eine Kooperation, die bereits seit einigen Monaten erprobt wird und sich bereits bewährt habe, wie Bürgermeister Wilfried Zurstraßen und Heiko Suhren, Direktor des ZVO übereinstimmend bestätigten, bevor sie ihre langfristige Zusammenarbeit besiegelten.

 

  

Vertraglich besiegelt: die Zusammenarbeit zwischen dem Klärkwerk der Gemeinde Schönberg und dem ZVO. Dabei waren Klärwerksleiter Jörg Matthies (von links) Projektmanager Uwe Borchers, Bürgermeister Wilfried Zurstraßen, Jörg Gisselmann vom ZVO und Verbandsdirektor Heiko Suhren. Foto Schmidt

Daraus könnte eine langfristige Freundschaft werden, meinte Suhren, der das Klärwerk und das Team von Betriebsleiter Jörg Matthies als vorbildlich und kompetent lobte. Den Wunsch nach Freundschaft bestätigte Bürgermeister Wilfried Zurstraßen, allerdings unter einer Voraussetzung: „Dass Sie nicht versuchen, uns zu übernehmen“. Damit betonte er noch einmal, dass die Eigenständigkeit der Gemeinde Schönberg schon immens wichtig sei. Allein aufgrund der Personalsituation, die auf die jetzt vorhandene Aufgabenstruktur ausgerichtet sei. Die Sorge einer Übernahme, die auch bei einigen Gemeindevertretern für Skepsis sorgte, sei völlig unbegründet, denn auch der ZVO sei an der jetzt erprobten Zusammenarbeit auf Augenhöhe langfristig interessiert. Das untermauert der jetzt geschlossene Vertrag noch. Darin ist geregelt, dass die Gemeinde Schönberg für den ZVO Schmutzwasser für die Gemeinden Barsbek, Fiefbergen, Höhndorf, Krokau und Wisch im gemeindeeigenen Klärkwerk reinigt, den Stördienst für das Kanalwerk in diesen Gemeinden übernimmt und die Pumpwerke betreut.

 

Zusätzlich werden der Stördienst und die Wartung für die Gemeinde Probsteierhagen übernommen. Der ZVO tritt damit in das bisher bestehende Vertragsverhältnis aus den Verträgen zwischen dem Amt Probstei und der Gemeinde Schönberg ein. Neu ist, dass auch die Belange der Gemeinde Probsteierhagen (bisher eigenständig und vor einem Jahr dem ZVO beigetreten) geregelt werden. Suhren hob die technischen und wirtschaftlichen Vorteile für beide Vertragspartner hervor. „Die langjährige Erfahrung und das technische Knowhow des Ortsentwässerungsbetriebes Schönberg ist ein wichtiger Beitrag für die zukunftsorientierte Aufgabenerledigung. Beide Partner sind zertifiziert – wissen also, was sie tun und das kommt den Bürgern der Region zugute“, so Suhren.

 

Auch Wilfried Zurstraßen zeigte sich zufrieden, zum einen aufgrund der zügigen und sachorientierten Gespräche im Vorfeld, zum anderen, weil sich für Schönberg an der bisherigen Praxis kaum etwas ändert. Der ZVO kündigte an, den Standort Probsteierhagen zu stärken. Dort werde künftig ein technischer Mitarbeiter für alle Fragen rund um die Wasserentsorgung ansprechbar sein. Allerdings könne der keine Fragen zur Beitragskalkulation beantworten, sehr wohl aber beraten bei Problemen oder Fragen zur Abwasserbeseitigung, so der Verbandsdirektor.

 

 
 
 

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