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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Mittwoch, 29. Februar 2012

 

Dr. Klug besuchte Gemeinschaftsschule Probstei

Die Politiker des Landes gaben sich im vergangenen Jahr in der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg die Klinke in die Hand. Jetzt hatte sich der Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug angesagt und verbrachte am Mittwoch vier Stunden in der Schule. Doch es ging allen Beteiligten aus Schule und Schulverband nicht vordergründig um die Präsentation einer Vorzeigeschule, sondern vor allem um die Frage: Gibt es ein Signal für eine gymnasiale Oberstufe in Schönberg? Doch das blieb aus, der Minister zog sich auf eine rein formelle Betrachtung von Zahlen und einen Hinweis auf die bestehende Oberstufenlandschaft zurück, schloss aber auch nichts aus.

 

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug (rechts), Kreisschulrat Jürgen Hübner (daneben) und GSP-Schulleiter Wolfgang Wittmaack im Gespräch mit Lehrern, Elternvertretern und Schülern. Foto: Schmidt  

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug (rechts), Kreisschulrat Jürgen Hübner (daneben) und GSP-Schulleiter Wolfgang Wittmaack im Gespräch mit Lehrern, Elternvertretern und Schülern. Foto: Schmidt

 

Natürlich lobt Klug die Arbeit, die an dieser Schule geleistet wird, die freundlichen Schüler, die dem Besucher aufgefallen waren, den engagierten Unterricht, den er selbst teilweise verfolgen konnte. Freundlichkeit ohne Verbindlichkeit. Die blieb er sowohl Lehrern, Schulverbandsvertretern, Schülervertretern und Elternvertretern schuldig. Er kenne sehr wohl das Engagement der Schönberger für eine gymnasiale Oberstufe und erkenne die Arbeit sehr wohl an. Dafür spreche auch die personelle Ausstattung. Selbst Lehrer in Mangelfächern wie Mathematik und Physik wollten an die Schönberger Schule, so Klug. Nicht zuletzt gehöre die Schönberger Schule auch bei den Schülern zu den bestfrequentierten Gemeinschaftsschulen im Land, die aufgrund dessen auch als eine der wenigen die Chance auf eine gymnasiale Oberstufe habe, räumte der Minister ein. "Ich schließe nichts aus, doch das wird sehr eingehend geprüft." Er wolle nichts versprechen, was er dann nicht halten könne. Denn für ein klares Signal sei es zu früh. "Es ist nicht die Aufgabe des Staates, ein Überangebot zu schaffen und Erwartungen dann nicht zu erfüllen", sagte Klug mit dem Hinweis auf die vorhandenen Oberstufen-Angebote in Heikendorf und Lütjenburg.


So eine Entscheidung träfe man nicht ins Blaue hinein, sagte er, als ob das jemand im Rund gedacht hätte. Jeder dort weiß wohl, dass eine solche Entscheidung vordergründig auf Zahlen und Fakten basiert. Auf die Frage, inwieweit auch Inhalte, Elternwille und kurze Wege für die Schüler eine Rolle bei der Entscheidung spielen, blieb Klug eine Antwort schuldig.


Unverbindlichkeit - nichts anderes habe er von diesem Besuch erwartet, sagte Schulleiter Wolfgang Wittmaack. Er sei dennoch "positiv optimistisch" gestimmt, so der Schulleiter. Denn es ist nach wie vor alles offen, die Politik kämpft weiter mit Nachdruck und hat den Elternwillen auf ihrer Seite. Denn die Anmeldezahlen, die nach Überzeugung von Elternvertreter Dirk Osbahr noch höher wären, wenn die Eltern eine klare Botschaft bekämen, sprechen für sich und für die Qualität der Schule. Es werden rund 120 Schüler, davon mindestens 40 mit einer gymnasialen Eignung benötigt, um einen Oberstufenzweig einrichten zu können. "Diese Zahlen erreichen wir", gaben sich sowohl Zurstraßen als auch Schulverbandsvorsteher Helmut Wichelmann zuversichtlich.

 
 
 

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