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Schokolade made in Schwartbuck Drucken E-Mail
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Donnerstag, 08. Dezember 2011
Ursula und Uli Marx bieten in ihrer Schokoladenmanufaktur in Schwartbuck Trinkschokoladen und andere Leckereien an. Foto: Schmidt

Uli Marx stellt in seiner Schokoladenmanufaktur in Schwartbuck gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula Marx, Inhaberin des Teeladens in Schönberg, Schokolade her.

 

Schokolade made in Schwartbuck

Von der Raumfahrt zur Schokoladenproduktion – diesen Weg hat Uli Marx eingeschlagen und er ist damit sehr zufrieden. Der Ingenieur stellt in seiner Schokoladenmanufaktur gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula Marx, Inhaberin des Teeladens in Schönberg, Schokolade her. Trinkschokolade in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen – von Cappuccino, Erdbeer-Vollmilch, Zartbitter bis hin zu Latte Macchiato oder Weiß. Aber auch besondere Tafeln mit Spekulatius, Schneeflöckchen, Ingwer oder Crue de Cacao. Und dabei ist eines oberste Devise: Alles läuft in Handarbeit, ganz in Ruhe, ohne Stress, denn Schokolade ist höchst sensibel, wie Ursula Marx verrät.

 

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Ursula und Uli Marx bieten in ihrer Schokoladenmanufaktur in Schwartbuck Trinkschokoladen und andere Leckereien an. Foto: Schmidt

 

Es fing eigentlich ganz simpel an. Vor zwölf Jahren kaufte das Ehepaar Marx in Dänemark Trinkschokolade am Stiel. Diese Idee fand auch ein befreundeter Kaffeeröster in Hamburg genial, Uli Marx wurde zum Importeur und brachte die Schokoladensticks nach Deutschland. Als nun aber in Dänemark der Hersteller wechselte und deutlich mehr Geld für seine Produkte haben wollte, fassten die Marxens den Entschluss: Das machen wir selbst. Gesagt, getan.

 

Uli Marx ließ sich in Belgien verschiedene Schokoladen-Grundtypen zusammenstellen. Das Haus in Schwartbuck wurde umgebaut und schließlich zur Schokoladenmanufaktur. Dabei setzt Uli Marx vor allem auf Handarbeit, die er sich durch seinen technischen Ideenreichtum hier und da erleichtere, erzählt der 57-Jährige. Wie genau er die Rohmasse zur Trinkschokolade verarbeitet, wollte er beim Besuch des Probsteier Herold nicht zeigen aus Angst vor Nachahmern. "Die Menschen haben schon versucht, durch’s Fenster zu fotografieren", berichtet Uli Marx sogar von "Spionen". Dennoch öffnet er seinen Arbeitsraum, der stets zwölf Grad "warm" ist. Das nämlich ist die Temperatur, in der die Sticks etwa zwölf Stunden herunterkühlen müssen, bevor sie dann verpackt und für den Verkauf vorbereitet werden. "Wir arbeiten in Fließjacken", erklärt Marx und weist auf die beiden Küchenmaschinen, die das Herzstück der Manufaktur sind. "Schokolade ist höchst empfindlich", verrät Uli Marx. So komme es vor, dass nichts gelingt, eine gesamte Ladung nur "B-Ware" werde, die dann allerdings im Hofladen verkauft wird. 1.000 Sticks produzieren die Marxens pro Tag, diverse Tafeln und natürlich aktuell auch Weihnachtsmänner, gegossen in einer alten Nostalgie-Form, kommen dazu. Zu den Kunden gehören vorwiegend Großhändler, aber auch Cafés und Restaurants, die auf die besondere Note Wert legen.

 

Doch auch in verschiedenen Geschäften sind die Produkte aus Schwartbuck zu finden und natürlich auch vor Ort in Schwartbuck. Jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr bilden sich kleine Schlangen. Denn immer mehr Menschen wissen die Schokolade made in Schwartbuck zu schätzen. Diese Form der Direktvermarktung soll nun vor dem Hintergrund der Schließung des Teeladens in Schönberg noch ausgebaut werden. Ursula und Uli Marx arbeiten mit Hochdruck an der Einrichtung eines "richtigen Hofladens", in dem dann auch, je nach Geschäftsentwicklung, Tee, Konfitüren, Öle und andere Köstlichkeiten angeboten werden.

 

 

Mehrere Sorten der Trinkschokoladen am Stick stellt Uli Marx gleichzeitig her. Foto: Schmidt

Mehrere Sorten der Trinkschokoladen am Stick stellt Uli Marx gleichzeitig her. Foto: Schmidt

 

 
 
 

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