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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Freitag, 23. April 2010

St. Katharinen-Kirche wird saniert

Die Hiobsbotschaft hatte die Kirchengemeinde Probsteierhagen bereits 2007 erreicht. Damals waren die ersten Schadstellen in der Fürstengruft der St. Katharinen-Kirche aufgetreten. Umfangreiche Untersuchungen hatten ein Jahr später die Gewissheit gebracht: Nagekäfer und Kellerschwamm haben dem Gotteshaus zugesetzt. Nun hat die Sanierung in zwei Bauabschnitten begonnen. Die geschätzten Kosten dafür belaufen sich auf rund 340.000 Euro. Gerade erst wurden die Glocken für 16.000 Euro restauriert. Was mit der Orgel geschehen wird, deren Trägerbalken ebenfalls vom Nagekäfer zerfressen ist, steht in den Sternen. Denn das Geld ist alle, wie Pastor Christoph Thoböll in einer Baubegehung mit dem PH erklärte.

   

Der Nagekäfer hat im Gebälk ganze Arbeit geleistet. Stückweise wird das beschädigte Holz durch neues ersetzt. Foto: Schmidt
 

Der Nagekäfer hat im Gebälk ganze Arbeit geleistet. Stückweise wird das beschädigte Holz durch neues ersetzt. Foto: Schmidt

 

Der erste Bauabschnitt, der die Fürstengruft und das Chorgestühl betrifft, soll bis Juli abgeschlossen sein. Dann werden rund 110.000 Euro verbaut sein. Der Kirchenalltag, soviel versichert der Pastor und Kirchenvorstandsvorsitzender, wird davon nicht berührt. Anders hingegen mit dem zweiten Bauabschnitt. Man sei gerade in einer solchen Sanierungsmaßnahme vor Überraschungen im Bauablauf nicht sicher und habe für die zweite Jahreshälfte keine Trauungen in der St. Katharinen-Kirche angenommen. "Wir wissen nicht, in welchem Zustand die Kirche dann sein wird", so Thoböll. Denn wenn das Hauptschiff angefasst wird, muss die Decke geöffnet werden. Außerdem hat sich gezeigt, dass die hölzerne Wandvertäfelung unterhalb der Kanzel abgenommen und durch eine neue ersetzt werden muss. Was dahinter zum Vorschein komme, sei ebenfalls ungewiss, nennt der Pastor eine Menge "unbekannt".


Derzeit arbeitet man mit Akribie am Austausch der beschädigten Balkenlage über der Fürstengruft. Dort hat der Nagekäfer ganze Arbeit geleistet. Stück für Stück wird das morsche, in Brocken zersetzte Holz ausgewechselt. Auch das Mauerwerk wird stückweise ausgetauscht. Dort, wo der Frost der sogenannten gebrannten Sinterschicht zugesetzt hat, werden die einzelnen Steine durch neue ersetzt. Auch die Fugen werden neu verdichtet. Heute, erklärt der Pastor erfreut, besinne man sich im Bauhandwerk bei der Restaurierung solcher historischen Werte der alten Handwerkstechniken und -materialien.


Ebenfalls auf der Liste der Sanierungsarbeiten stehen die alten Maueranker. Diese werden wieder befestigt und durch neue, dann unsichtbare, ergänzt. Dadurch, so Thoböll, verteile man die Last des Chorgestühls auf eine größere Fläche und nimmt den Druck von den einzelnen Punkten.


Sorgen bereitet dem Pastor die Orgel. Denn die hängt an einem befallenen Balken. "Wir können den schadhaften Balken konservieren und die Orgel links und rechts abstützen oder die Orgel ausbauen und einen neuen Balken einziehen. Beides kostet etwa 30.000 Euro. Doch das Geld haben wir nicht", so Thoböll. Sponsoren sind also dringend gesucht, auch über den Verkauf von Kirchenbänken denke man im Kirchenvorstand nach. Verkauft werden sollen auch die gerade ausgebauten Glockenklöppel und das alte Eichenholzjoch. Wer Interesse daran hat, kann sich an das Kirchenbüro unter der Telefonnummer 04348-9113-3 wenden.

 
 
 

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Probsteierhagen

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Probsteierhagen, dessen Ursprung sich auf das Jahr 1259 zurückführen lässt, ist ein traditionsreiches Dorf in der Probstei. Über Jahrhunderte eng verbunden mit dem adeligen Gut Hagen wurde das Handwerkerdorf Probsteierhagen (östlich der Hagener Au gelegen) um 1930 mit dem Gutsbezirk Hagen nach dessen Aufteilung in rund 70 Kleinbauernstellen zur heutigen Gemeinde Probsteierhagen vereinigt. Prägend sind auch heute noch das alte Herrenhaus Hagen aus dem Jahre 1649 mit dem dazugehörenden Park, das sich im Besitz der Gemeinde befindet und für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird (Ausstellungen, Konzerte usw.), und die St. Katharinenkirche mit dem Ursprung aus dem 13. Jahrhundert.

Margrit Lüneburg
Bürgermeisterin

Margrit Lüneburg
04348-8916

Gemeindewehrführer
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04348-1781

 
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