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Freizeit und Kultur
Geschrieben von Gabriele Butzke   
Mittwoch, 05. Mai 2010

"Strandkrabbe" will neue Ausstellung einrichten

Wenn alles klappt, kann schon zur nächsten Saison in Hohenfeldes "Strandkrabbe" eine Ausstellung besonderer Art eröffnet werden. Diplom-Designerin Susann Becker und Diplom-Biologe Andreas Schmidt von der Arbeitsgemeinschaft "Natur erleben" haben sie für den bisher noch wenig genutzten Raum neben dem Restaurant "Blaue Perle" konzipiert. Vorgestellt wurde sie am Mittwochabend auf der Hohenfelder Gemeindevertretersitzung vom Vorsitzenden des Vereins "NaturErleben Hohenfelde", Herbert Hick.

Ronald Husen hat den Vorsitz des Kulturausschusses der Gemeinde Hohenfelde übernommen. Foto: Butzke
 

Ronald Husen hat den Vorsitz des Kulturausschusses der Gemeinde Hohenfelde übernommen. Foto: Butzke


Er hoffe, die erforderlichen rund 110.000 Euro aus Mitteln der AktivRegion Ostseeküste (einzuwerben von der Gemeinde), der Bingo-Lotterie (einzuwerben vom Verein) und von privaten Sponsoren zusammen zu bekommen, sagte Hick.


Schautafeln und Aquarien informieren über die Unterwasserwelt und alles das, was sich auf dem Meeresgrund abspielt. In einer Experimentier-Ecke können Funde aus dem "Fühlbecken" in der Mitte des Raums mit beleuchteten Großlupen betrachtet werden. Auch über die ausgedehnten Seegraswiesen vor Hohenfeldes Küsten, Steine und Pflanzen am Strand sowie über die Besonderheiten des Bachs "Mühlenau" findet man Informationen. Wer müde ist, ruht sich auf einem sandburgähnlichen Sofa aus und lauscht "Meeresgeschichten". Zunächst will der Verein die Ausstellung ehrenamtlich betreuen, später soll eventuell - finanziert durch Eintrittsgelder - eine 400-Euro-Kraft eingestellt werden.


Im Gegensatz zu etlichen anderen Gemeinden hat Hohenfelde der Bitte des Kreises zugestimmt, sich anteilig an den Kosten für die Kindertagespflege zu beteiligen. Ab 2013 trete die Verordnung sowieso in Kraft, führte Ronald Husen (SPD) aus, den die Vertretung zuvor zum Vorsitzenden des Kulturausschusses gewählt hatte, nachdem Beate Glende den Vorsitz aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Auch Bürgermeister Heiner Övermöhle hielt das für eine "gute Idee" und informierte die Vertretung darüber, dass es in Hohenfelde eine Tagesmutter gebe, die fünf Kinder betreuen könne. Damit könne eine Versorgungslücke geschlossen werden.
Immerhin ist der Hohenfelder Kindergarten mit seinen 22 Plätzen derzeit voll belegt. Um eine zentrale Ganztagsversorgung zusammen mit den Nachbargemeinden anzubieten, hat der Bürgermeister bereits Gespräche mit den Gemeinden Schwartbuck, Köhn und Tröndel geführt, die das Ziel hatten, einen Kindergarten-Zweckverband zu gründen (da Köhn dem Amt Probstei angehört, ist die Form des Zweckverbandes möglich). Weil aber keine geeigneten Räumlichkeiten zentral in Schwartbuck zur Verfügung stehen, wurde das Projekt zunächst nicht weiter verfolgt.


Gerügt wurde die Finanzpolitik im puncto Kindergarten vom Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Lütjenburg-Land, Holger Nehling, der bei der Sitzung anwesend war. Die Gebühren, die die Eltern zahlen, sollten eigentlich zwei Drittel der anfallenden Kosten decken, führte er aus. In Hohenfelde ist es aber so, dass nur die Hälfte (39.000 Euro) durch Einnahmen zusammen kommt; die andere Hälfte muss von der Gemeinde zugeschossen werden. Nehling regte an, die Kindergartengebühren zu erhöhen.

 

Kurz berichtet:

• Die Zahlung des Zuschusses für den Wochenenddienst des Notarztes in Lütjenburg leistet die Gemeinde künftig direkt, nachdem das Amt diese Aufgabe aufgrund des Urteils des Landesverfassungsgerichtes nicht mehr erfüllen darf.
• Als Ersatz für das neun Jahre alte Gemeindefahrzeug soll ein Pritschenwagen mit Doppelkabine angeschafft werden.
• Näher am Strand verlaufen soll der Ostsee-Radwander-Küstenweg. Dazu will die Gemeinde auch Aussichtsplattformen einrichten, die von der AktivRegion Ostseeküste gefördert werden.
• Verzehnfacht haben sich Hohenfeldes Ausgaben für den Winterdienst. 15.000 Euro verschlang der harte Winter (2009: 1.500 Euro).

 
 
 

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