Fiefbergener Kornnatter züngelte sich zum Sieg
Bendfeld (gb) Die Entscheidung ist gefallen. Mit 2.835 Punkten trumpften Fiefbergen und seine „Amerikanische Kornnatter“ als Sieger des diesjährigen Strohfigurenwettbewerbs auf. Auf den zweiten Platz setzte sich Passade mit seinem „Wetterhäuschen“ (2.458 Punkte), auf den dritten Platz kam Krokau mit dem „Rauchschwalbennest“ (2.358 Punkte). Der „Lanz Bulldog“ von Brodersdorf ergatterte 2.025 Punkte und damit den vierten Platz. Die Plätze fünf bis 20 lagen mit ihren Punktzahlen unter der magischen Grenze von 2.000, konnten aber auch beachtliche Ergebnisse erzielen. „Gewonnen haben alle“, freute sich Amtsvorsteher Hagen Klindt, „denn sie haben auch in diesem Jahr wieder Einmaliges geschaffen.“
Großen Jubel gab‘s bei den Fiefberger Strohfigurenbauern. Alle freuten sich riesig über die große Zustimmung zur Idee der "Kornnatter" und über den ersten Platz im Strohfiguren-Wettbewerb. Foto: Butzke.
"Es ist Sommeranfang in Bendfeld", hatte Hagen Klindt die zahlreichen Besucher im Bauerngarten Puck begrüßt und spielte damit auf das traumhaft schöne Sommerwetter an, das sich genau den richtigen Tag für sein überraschendes Erscheinen ausgesucht hatte. Überraschend war auch Landrätin Stephanie Ladwig nach Bendfeld gekommen und erlebte das traditionelle Erntekronenbinden im Zentrum des Bauerngartens, die wiederum grandiose Probsteier Kaffeetafel mit ihren delikaten Torten, wie sie wohl nur die Bendfelderinnen backen, die Verleihung des Franz-Hergeröder-Preises an
Annekatrin Stoltenberg und die Auszeichnung der Gewinner des Strohfigurenwettbewerbs.
Insgesamt 1.426 ausfüllte Stimmzettel waren in der Glücksbox des Probsteier Herold gelandet. Als allererster gab Dennis Finck aus Wisch seinen Coupon ab – der allerletzte Coupon kam von Heike Keller aus Recklinghausen. Und es waren nicht nur 558 Probsteier, die mit abstimmten – die Mehrzahl der Votings kam von den Gästen: 867 Urlauber machten mit. Einsendungen kamen auch aus der Schweiz, aus Polen, England und Spanien. Für Gerda Mordhorst aus Schwentinental, Gertrud Howe aus Selent und Familie von Zeddelmann aus Darmstadt hat sich das Mitmachen doppelt
gelohnt. Ihre Coupons wurden von Kornkönigin Tina Martens aus der Glücksbox gezogen; sie erhalten Gutscheine über 50 Euro für ein Essen ihrer Wahl.
Für die siegreichen Fiefberger Strohbauer nahm Monika Hahn den Gutschein über 250 Euro für die Dorfkasse sowie den Strohfiguren-Wettbewerb-Gewinnerpokal, gestiftet vom Probsteier Herold, strahlend aus der Hand von PH-Geschäftsführer Hans Plischke entgegen. Mit ihr jubelte das ganze Team, das natürlich komplett in Bendfeld erschienen war. Die Mühe, 34 Meter gerolltes Stroh um den Baum auf dem Dorfplatz zu schlingen und kunstvoll mit einem Schlangenkopf zu versehen, der zum Königinnenthron hinunterzüngelt, hat sich wirklich gelohnt. Gaby Klindt und Volker Bruhn nahmen den mit 150 Euro dotierten zweiten Preis entgegen und freuten sich über die Glückwünsche fürs Passader Wetterhäuschen, das so gut in den diesjährigen Un-Sommer passt. Den dritten Preis in Höhe von 100 Euro
nahmen Bürgermeister Markus Klindt und seine Strohbauer Ulrike Untiedt und Kai Pries für das Krokauer Rauchschwalbennest in luftiger Höhe entgegen.
Mit den drei ersten Gewinnern freuten sich Brodersdorf (4), Wisch (5), Probsteierhagen (6), Prasdorf (7), Barsbek (8), Bendfeld (9), Lutterbek (10), Stein (11), Wendtorf (12), Laboe (13), Krummbek (14), Stakendorf (15), Stoltenberg (16), Fahren (17), Schönberg (18), Höhndorf (19) und Gödersdorf (20), die alle mit ihren Bürgermeistern
und ihren Strohbauerteams nach Bendfeld gekommen waren.
Natürlich werden sie 2012 wieder mitmachen. "Der Strohfigurenwettbewerb ist zum originellen Markenzeichen der Probstei geworden", betonte Klindt, "die Menschen, die hier Urlaub machen, gehen in die Dörfer, und die Strohfiguren begeistern sie – das ist eine gute, runde Sache."
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