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Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Mittwoch, 30. März 2011

Tourismusverband krempelt die Ärmel auf

Der Tourismusverband Probstei (TVP) will sich neu aufstellen, sich mehr auf seine Stärken – die Stärken des ländlichen Raumes – konzentrieren. Das war eine der Kernaussagen der Mitgliederversammlung des TVP am Donnerstag in "Witt‘s Gasthof" in Krummbek. Aber auch die Zusammenarbeit mit den Partnern Schönberg und Laboe wurde erneut beschworen. Sowohl Hagen Klindt als TVP-Vorsitzender als auch der Laboer Werkleiter Ulrich Thon und der Schönberger Tourist-Service-Leiter Folkert Jeske erklärten die Notwendigkeit und die Bereitschaft, auch künftig gemeinsam am touristischen Strang zu ziehen.

 

Die Akteure des Tourismusverbandes Probstei: (von links) Jens Peters, Corinna Kujawski, Christel Grünberg, Hagen Klindt, Harald Bruhn und Karl-Heinz Fahrenkrog. Foto: Schmidt
 

Die Akteure des Tourismusverbandes Probstei: (von links) Jens Peters, Corinna Kujawski, Christel Grünberg, Hagen Klindt, Harald Bruhn und Karl-Heinz Fahrenkrog. Foto: Schmidt

 

Es stand nach der Auflösung der Kooperation zwischen dem TVP und dem Tourismusbetrieb Laboe ganz oben auf der Tagesordnung: "Wie wollen wir als Verband weiter verfahren." Klar wurde, dass die eingesparten Mittel durch den Weggang von Andrea Simons, die eine halbe Stelle als Geschäftsführerin des TVP inne hatte, für Projektarbeit eingesetzt werden müssen. Denn nicht nur die Mittel fallen weg, sondern auch die Leistungen, die der TVP dafür erhalten hatte, werden nicht mehr erbracht. Das müsse nun auf andere Schultern – sprich größtenteils das Ehrenamt – verteilt werden, erläuterte der zweite Vorsitzende Harald Bruhn. Gefragt sind nun vor allem engagierte Mitglieder, die die vielen Ideen und Konzepte, die bereits auf dem Tisch liegen, nun auch umsetzen. Mitglied Peter Diederichs regte einen Workshop dazu an. Fachliche Unterstützung sagte Folkert Jeske dem TVP zu. Der Verband könne sich sowohl bei der Nutzung von Buchungssoftware als auch bei Dienstleistungen mit einklinken. Auch Ulrich Thon versicherte den TVP die weitere enge Zusammenarbeit mit Laboe. In diesem Zusammenhang nahm er Bezug auf die personelle Situation im Kurbetrieb. Über die Verstärkung werde man im April beraten. Er plädiere aufgrund der Bedeutung des Tourismus für Laboe für die Neubesetzung der Führungsposition im Kurbetrieb mit einer Vollzeitzeitkraft, so Thon.


Ein konkretes Projekt ist bereits in Planung: Entstehen soll ein Wegweiser durch die Probstei, quasi eine Bestandsaufnahme. Dieser Wegweiser soll der Gast an die Hand bekommen und damit die Region, vom Direktvermarkter über das Bauernhofcafé bis hin zum Fahrradverleih und Schlossbesuch, erkunden. Wie Harald Bruhn informierte, gibt es dafür bereits Gespräche mit einem Dienstleister, das Ergebnis allerdings wird erst zur nächsten Saison vorliegen. Mittel sollen auch verwendet werden, um externen Fachverstand einzukaufen. Wie TVP-Vorsitzender Hagen Klindt erklärte, sollen auch die Probsteier Korntage einmal von "außen beguckt" werden. "Um eine Routine und eine Abnutzung zu vermeiden, ist es gut, wenn da mal jemand von außen drauf guckt, um eventuell auch Verbesserungen anzuregen", so Klindt. Eine neues Marketinginstrument wird bereits in dieser Saison greifen: das Korntagebrot, das es in allen 40 Filialen der Bäckerei Steiskal geben wird. Damit, so Klindt, erreiche man den für die Region so wichtigen Tagesgast. Nachholbedarf, so der einhellige Tenor, gebe es für die TVP, aber auch in Laboe und Schönberg, noch in Sachen Internet. Dieser Vertriebsweg müsse noch stärker genutzt werden, er gewinne bei den Gästeanfragen immer mehr an Bedeutung, so die Einschätzung unisono.


Unter dem Punkt Wahlen bestätigten die Mitglieder Harald Bruhn und Hans-Egon Raetzell als stellvertretende Vorsitzende sowie die Beisitzerin Christel Grünberg. Als neue Beisitzer wurden Karl-Heinz Fahrenkrog und Jens Peters gewählt.

 
 
 

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Augen auf und durch: In Krummbek entdeckt man schöne Ecken - und Häuser sowieso

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Mit einer Fläche von 548 Hektar und cirka 325 Einwohnern gehört Krummbek zu den kleineren Gemeinden des Amtes Probstei. Hochwertige Böden haben frühzeitig eine intensive landwirtschaftliche Nutzung begünstigt. Bis in die 60er Jahre waren in Krummbek und Ratjendorf 14 Vollerwerbsbetriebe ansässig. Heute sind es nur noch sechs; davon ein Biolandhof mit angeschlossener Schlachterei. Drei Bäche durchfließen das Gemeindegebiet. In Krummbek befindet sich ein Hotel- und Gaststättenbetrieb von überregionaler Bedeutung. Einkaufsmöglichkeiten bestehen in der Hofschlachterei und in einigen landwirtschaftlichen Betrieben.

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