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Gesundheit und Natur
Geschrieben von Michael Lütten   
Sonntag, 27. Juni 2010

Übung mit 130 Einsatzkräften in Probsteierhagen

Es war ein wahres Horrorszenario, welches sich die Lehrrettungsassistenten Bodo Voges und Malte Ahrens für ihre Kollegen ausgedacht hatten: Am Bahnübergang Hagener Moor in Probsteierhagen-Trensahl war es laut Drehbuch zu einem folgenschweren Bahnunfall gekommen, bei dem ein PKW durch eine schwere Lok der Schönberger Museumsbahn rund 50 Meter mitgeschleift und unter der Bahn eingeklemmt wurde.

Bei dieser Übung werden die angehenden Rettungsassistenten vor große Herausforderungen gestellt. Foto Lütten

Bei dieser Übung werden die angehenden Rettungsassistenten vor große Herausforderungen gestellt. Foto Lütten


Ein weiterer PKW war von der Straße abgekommen, einen Abhang hinuntergestürzt und auf dem Dach liegen geblieben. Insgesamt sechs Insassen waren in den Fahrzeugen schwer eingeklemmt. Damit nicht genug: Eine "Person" war unter einen Waggon geraten, Fahrgäste der Museumsbahn ebenfalls teilweise schwer verletzt worden.

Erstmalig fand am vergangenen Sonntag diese Großübung im Rahmen einer Ausbildungsveranstaltung für Rettungsassistenten im Anerkennungsjahr der Kreise Plön, Rendsburg-Eckernförde, Ostholstein sowie der Stadt Kiel statt. Neben den 25 angehenden Rettungsassistenten sowie einem Notarzt, waren auch die Feuerwehren aus Probsteierhagen, Prasdorf und Laboe gefordert, insgesamt rund 130 Einsatzkräfte. Sie mussten rund 20 "Verletzte", dargestellt durch Mitglieder des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr Preetz, versorgen. Hierbei galt es, bei sommerlichen Temperaturen Schwerstarbeit zu leisten, da die Opfer zum Teil mit hohem technischen Aufwand aus ihrer Lage befreit werden mussten. Eine weitere Herausforderung waren die engen Straßenverhältnisse im Hagener Moor, das vom Rettungsdienstleiter des Kreises Plön, Manfred Machholz anfänglich befürchtete "Verkehrschaos" blieb jedoch aus, nicht benötigte Rettungswagen blieben am Parkplatz Trensahl in Bereitschaft. Insgesamt bewertete der Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegedienste des Kreises Plön GmbH diese Übung mit einem sogenannten "Massenanfall von Verletzten (MANV) als äußerst gelungen. Nach Worten Machholz’ klappte die Zusammenarbeit zwischen den rettungsdienstlichen Einsatzkräften der verschiedenen Kreise und Städte sowie der Feuerwehr hervorragend. "Dieses wird nicht die einzige Übung in diesem Umfang sein", ist sich Machholz sicher. In diesem Zusammenhang danke er allen Beteiligten, insbesondere der Museumsbahn, ohne deren Unterstützung diese Übung nicht möglich gewesen wäre.

 

 
 
 

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