Menu Content/Inhalt
Portal arrow Gemeinden arrow Laboe arrow Verkalkuliert: Keine Krippe mehr in 2010
Drucken E-Mail
Wirtschaft und Politik
Geschrieben von Astrid Schmidt   
Samstag, 07. August 2010

Verkalkuliert: Keine Krippe mehr in 2010

Die schlimmsten Erwartungen von Ute Ulrich, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Laboe, sind Wirklichkeit geworden. In diesem Jahr wird der Kindergarten des DRK nicht mehr erweitert. Die Ausschreibung wird aufgehoben und im November wiederholt. Das beschlossen die Gemeindevertreter im nicht öffentlichen Teil ihrer Sitzung am Dienstag.

   

Der DRK-Kindergarten in Laboe wird in diesem Jahr nicht mehr erweitert. Die Eltern, die auf einen Krippenplatz warten, müssen sich bis zum nächsten Kindergartenjahr gedulden. Für März 2011 ist der Baubeginn geplant. Foto: Schmidt
 

Der DRK-Kindergarten in Laboe wird in diesem Jahr nicht mehr erweitert. Die Eltern, die auf einen Krippenplatz warten, müssen sich bis zum nächsten Kindergartenjahr gedulden. Für März 2011 ist der Baubeginn geplant. Foto: Schmidt

 

Wie berichtet, musste die Ausschreibung für den Erweiterungsbau wiederholt werden, weil ein Gewerk nicht angeboten war. Jetzt lagen den Gemeindevertretern zwei Angebote der inzwischen erfolgten freihändigen Vergabe für das Gewerk "Rohbau" vor. Ergebnis: 74.000 Euro Mehrkosten als im Haushalt der Gemeinde veranschlagt.

Der Tenor im nicht öffentlichen Teil war eindeutig: "Das ist politisch nicht zu verantworten", waren sich alle Fraktionen einig. "Wir können nicht 74.000 Euro mehr ausgeben. Die Fördermittel von 150.000 Euro stehen aufgrund der Sonderregelung noch bis Ende 2011 zur Verfügung, 123.000 Euro sind im Haushalt 2010 enthalten. Das gibt uns Zeit, die Ausschreibung in Ruhe zu wiederholen", erklärte Bürgermeisterin Karin Nickenig auf Nachfrage. Baubeginn soll demnach März 2011 sein. Das jetzt vorliegende Ergebnis der freihändigen Vergabe sei völlig überzogen, so Nickenig. Es gebe zwar Einsparmöglichkeiten, aber die gingen zu Lasten der Qualität und das wolle man nicht riskieren, so die Bürgermeisterin.

Diese Einschätzung teilen alle Ortspolitiker. "Dieses Angebot ist völlig unrealistisch. Die Ausschreibung muss aufgehoben und zum Herbst wiederholt werden." Man hoffe, dass die Konjunktur dann wieder abschwächt und die Auftragsbücher der Firmen wieder realistische Angebote zulassen, erklärte Jochen Nazareth von der Laboer Wählergemeinschaft (LWG) im PH-Gespräch. Den Grund für die nun erneute Verzögerung des Kindergartenausbaus sieht er in der zögerlichen Bearbeitung durch die Amtsverwaltung. "Die Ausschreibung ist viel zu spät erfolgt, aber daran trägt die Gemeindevertretung keine Schuld", erklärte er mit dem Hinweis auf die vom DRK-Ortsverein seinerzeit (wir berichteten) erhobenen Vorwürfe an die Selbstverwaltung. "Wir hatten am vergangenen Dienstag zum ersten Mal komplette Ausschreibungsunterlagen auf dem Tisch. Das Ganze hat viel zu lange gedauert", erklärte er. Darin bestärkt ihn auch die SPD-Fraktion. "Es kann nicht unsere Aufgabe sein, ein Leistungsverzeichnis zu prüfen. Die Ausschreibung hätte viel früher erfolgen müssen. Dafür halten wir uns eine teure Verwaltung und bezahlen einen Architekten", meinte auch Walter Riecken (SPD).

Dieses Ergebnis sei ein weiteres Beispiel für das "Rollenverständnis der Verwaltung", was bereits in der Vergangenheit immer wieder Thema gewesen sei, kritisierte Nazareth. "Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung war noch nie so schlecht wie zurzeit. Es ist eine reine Katastrophe. Das klingt jetzt hart, ist aber Fakt und muss mal auf den Tisch", so Nazareth weiter.

Für den DRK-Kindergarten, die Erzieher und Eltern indes ist es völlig gleich, wer für die Verzögerung des Erweiterungsbaus verantwortlich ist. "Wir wissen gar nicht, was wir nun den Eltern sagen sollen, die so dringend auf einen Platz warten", meinte Ute Ulrich. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen helfen ihr nicht weiter. Die Enttäuschung bleibt. Sie hofft nur, dass es dann im nächsten Jahr auch wirklich los geht. 
 
 
 

Ausgezeichnet!

Qualitaetssuchmaschine 2009
 

Laboe

Hier lässt es sich Leben: das Ostseebad Laboe besitzt alles, was das Herz begehrt

Laboe - ein malerischer Traum an der Kieler Förde

Das Ostseebad Laboe mit cirka 6.000 Einwohnern liegt malerisch am Ausgang der Kieler Förde. Laboe wurde urkundlich erstmals 1240 erwähnt, der Name, ehemals "Lubodne", stammt aus dem slawischen, was soviel wie "Schwanenort" bedeutet. Dieser anmutige Großvogel ist denn auch das Wappentier Laboes. Laboe ist durch zwei verschiedene Teile mit unterschiedlichem Charme und Charakter geprägt, das Ober- und das Unterdorf. Im Unterdorf liegt der malerische Hafen mit Platz für rund 700 Boote. Der Tourismus ist eine Haupteinnahme- quelle der Gemeinde: jährlich über 350.000 Tagesgäste und 50.000 Übernachtungen. Unübersehbar ist in Laboe das Marineehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege; davor liegt ein altes U-Boot (die U995) vom Typ VII C am Strand.


Karin Nickenig



 




Bürgermeisterin

Karin Nickenig
04343-6244

Gemeindewehrführer
Kurt Jahn
04343-421800 

Internet
www.laboe.de

 
developed by mediahof - www.mediahof.de