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Wirtschaft und Politik
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Geschrieben von Gabriele Butzke
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Dienstag, 02. November 2010 |
Wachwechsel in Stein angekündigt
In Stein geht eine Ära zu Ende. In der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag kündigte Eckhard Lamp seinen Rücktritt zum Ende des Jahres an. Dann werde er sein Amt als Bürgermeister nach 16 Jahren an seinen Stellvertreter Peter Dieterich abgeben. Der soll dann Anfang Januar gewählt werden. Seitens der SPD bedauerte Armin Wollesen diesen Schritt, zollte dem langjährigen Kommunalpolitiker Lamp aber Anerkennung und zeigte Verständnis für diese Entscheidung. "Ich habe diesen Schritt bereits zu Beginn der Wahlperiode angekündigt. Einmal muss genug sein", sagte Eckhard Lamp, der 40 Jahre lang aktiver Kommunalpolitiker und 16 Jahre davon Bürgermeister war.

Wachwechsel angekündigt: Eckhard Lamp (links) gibt nach 16 Jahren vor Ablauf der Legislaturperiode das Bürgermeisteramt zum Jahresende ab. Sein jetziger Stellvertreter Peter Dieterich soll dann gewählt werden und die Geschicke der Gemeinde leiten. Foto: Schmidt
So war diese Entscheidung für Eckhard Lamp dann auch nicht einfach, wie in der kurzen Erklärung auch deutlich wurde. Doch er wolle sich nun die künftigen Sitzungen der Gemeindevertreter aus den hinteren Reihen anhören, kündigte der 70-Jährige an. Doch zuvor gab’s noch eine Reihe von Beschlüssen zu fassen. Unter anderem den über den Entwurf des B-Planes für die Strandstraße und den Dorfkern. Nach reichlich Diskussion in der Einwohnerschaft über Möglichkeiten, Gebäudehöhen und Grundstückszuschnitten (PH berichtete) wurde nun einstimmig die Auslegung des Entwurfs beschlossen. Die Einwohner haben nun vier Wochen lang die Möglichkeit, Einsicht zu nehmen und weitere Anregungen und Stellungnahmen abzugeben. Die genaue Frist für die Auslegung im Rathaus in Schönberg wird noch bekannt gegeben.
Mit dem B-Plan hat sich die Gemeinde nun ihr Mitbestimmungsrecht gesichert, wenn es um Bauanträge geht. Denn erklärtes Ziel des Verfahrens ist es, den ortstypischen Charakter in seiner Vielfalt zu erhalten.
Eine leichte finanzielle Verbesserung weist der verabschiedete Nachtragshaushalt für das laufende Haushaltsjahr aus. Durch den Verkauf eines Grundstückes im Gewerbegebiet (70.000 Euro) konnte der Etat ausgeglichen werden. Außerdem reduziere sich die Entnahme aus der Rücklage um rund 8.000 Euro und eine Kreditaufnahme sei für das laufende Jahr nicht mehr erforderlich, erklärte Peter Dieterich. Mehreinnahmen verzeichnete die Gemeinde unter anderem bei den Gewerbesteuern (rund 45.000 Euro), den Schlüsselzuweisungen (2.300 Euro), der Zweitwohnungssteuer (10.000 Euro) und den Parkgebühren (5.000 Euro).
Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt allerdings auf 1.036 Euro und müsse dringend wieder gesenkt werden, forderte Armin Wollesen (SPD) ein.
Die Einnahmesituation wird nun auch eine Fremdenverkehrsabgabe verbessern. Zu Jahresbeginn wird diese Abgabe fällig, die letzten Details sollen in der nächsten Hauptausschuss-Sitzung besprochen und dann die Satzung verabschiedet werden. Amtsdirektor Sönke Körber nannte eine erste Zahl: "Plus-Minus 20 Euro pro Bett und Jahr" dürften auf die Vermieter zukommen, so die erste grobe Orientieren. Eines konnten die vielen Zuschauer (unter anderem von den Campingplätzen) im Saal allerdings mitnehmen: Eine Stellplatzsteuer ist "in de nächsten zwei Jahren" für Stein nicht geplant.
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