Wendtorf lässt sich Zeit mit der Marina
"Die Verhandlungen gehen weiter", erklärte Wendtorfs Bürgermeister Otto Steffen am vorvergangenen Sonntagvormittag auf dem Neujahrsempfang der SPD Wendtorf im Restaurant "Drea’s Treff" (ehemals "Timeout") und nahm damit zur aktuellen Entwicklung der Marina Wendtorf Stellung.
Wendtorfs Bürgermeister Otto Steffen (links), SPD-Landtagsabgeordnete Anette Langner und Günter Grotzeck vom SPD-Ortsverein Stein bescherten den Wendtorfern einen informativen Neujahrsempfang. Foto: Butzke
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Bei einem Projekt in der Größenordnung von 50 bis 55 Millionen Euro dürfe ein Jahr Verzögerung keine Rolle spielen, meinte der Bürgermeister. Wichtiger sei es, Entscheidungen zu treffen, die auch auf die Belange der Wendtorfer Rücksicht nehmen. "Wir wollen ja nicht, dass unsere 1.200 Einwohner vielleicht nicht mehr aus der Haustür gehen", so Steffen.
Zur Finanzierung des 60.000-Euro-Projekts "Im Reich der Greifvögel", das im Naturerlebnisraum angesiedelt werden soll, fehlen derzeit noch 10.000 Euro, um deren Einwerbung sich der Bürgermeister bemüht. Wegen der nun nicht mehr realisierbaren Versorgung Wendtorfer Haushalte mit Wärme und entgangener Gewerbesteuer-Mehreinnahmen bedauerte er das Aus für die Lutterbeker Biogasanlage, resümierte aber mit Blick auf die Umweltprobleme: "Es ist gut so, dass es so gekommen ist."
"Wir haben erfolgreich an einem Strang gezogen", stellte die SPD-Landtagsabgeordnete Anette Langner in einem Rückblick auf die Aktionen zur Verhinderung der Lutterbeker Biogasanlage fest. Gleichwohl sei es erschreckend, dass vor Ort so wenig Einfluss genommen werden könne, wenn Biogasanlagen privilegiert gebaut werden. Sie forderte die Wendtorfer SPD-Mitglieder auf, von 10. bis 15. Februar von ihrem Briefwahlrecht Gebrauch zu machen und sich für einen SPD-Kandidaten für die anstehende Wahl des Ministerpräsidenten zu entscheiden. Diese ganz neue Form der Mitbestimmung sei ein Zeichen "innerparteilicher Demokratie", so Langner.
Nicht nur die Grüße des SPD-Ortsvereins Stein, sondern auch eine Einladung zum "Steiner Boßeln" am Sonntag, 13. Februar, ab 11 Uhr ab Steiner Mole in Richtung Wendtorfer Schleuse hatte Günter Grotzeck mitgebracht. Dabei müssten sich zwei Mannschaften Wurf um Wurf und Schuss um Schuss mit der Kugel auf glatter Asphaltstraße vorarbeiten, erklärte der Boßel-Experte, der den Sport auch in Wendtorf heimisch machen möchte.
Mit dem Einwand, an der Wendtorfer Schleuse könne man vor lauter Hundedreck die Boßel-Kugel nicht mehr finden, griffen die Bürger den Dauerbrenner "Hundehaltung" auf. Bürgermeister Otto Steffen versprach, das Thema in der nächsten Gemeindevertretersitzung zu behandeln.
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