"Werkstattwoche" trumpfte mit Strähnchen auf
Schneiden, Waschen, Fönen, Färben und Strähnchenfärben – was in den "Pro-Arbeit"-Räumen der Gemeinde Schönberg in Höhndorf abgeht, ist Friseurkunst vom Feinsten. Acht Schüler und Schülerinnen aus der 8. Klasse des Hauptschulzweiges der Gemeinschaftsschule Probstei haben sich gemeinsam mit Friseurin Dörte Wichelmann einen kleinen Frisiersalon eingerichtet und gehen dem Geheimnis schicker, cooler Frisuren auf den Grund.
Eine Bank fürs Klassenzimmer bauen (von links) Nico (14 Jahre), Kassandra (14), René (15), Philip (14), Gerret (15) und Fynn (15) während der "Werkstattwoche". Foto: Butzke
"Das macht richtig Spaß", meint Bendix (15), "vielleicht mache ich ja später mal zusammen mit Marcel einen Salon auf." Der protestiert zwar, findet das Projekt in Höhndorf aber auch klasse.
Insgesamt 24 Schüler und Schülerinnen sind es diesmal, die an der "Werkstattwoche" teilnehmen. "Holz", "Friseur" und "Hauswirtschaft und Gastronomie" können die Schüler kennenlernen, die vorher mit ihrer Lehrerin Maike Wuttke eine Auswahl der Gewerke getroffen haben. Bei der Verarbeitung von Holz werden sie von Torsten Stoltenberg-Frick angeleitet, bei Hauswirtschaft/Gastronomie von Anke Sinjen und dem GESA-Team in der "Wildente" in Schlesen.
"Im Gegensatz zu Praktika in Betrieben, wo zwar Arbeitsluft geschnuppert werden kann, aber wenig Zeit für Ausbildung ist, sind die Anleiter hier ausschließlich für die Schüler da", erklärt Sven Grapatin aus dem Schönberger Dienstleistungscenter "Pro Arbeit", "das ist gut, um Berufe intensiv kennnenzulernen." 35 Stunden wird während der jetzt schon im fünften Jahr stattfindenden "Werkstattwoche" gearbeitet – und dann gibt’s ein Abschlusstreffen mit Snacks in der "Wildente".
Unten in der Werkstatt der "Pro-Arbeit"-Räume geben die Hauptschüler inzwischen ihr Bestes, um eine elegante Bank aus Holz herzustellen. Der Zweisitzer soll in ihrem Klassenzimmer aufgestellt werden, wo schon ein hölzerner Löwenkopf aus der vorigen Werkstattwoche thront. Die Jungen haben viel Spaß an der Arbeit, das einzige Mädchen der Gruppe mault etwas. "So was werde ich später auf keinen Fall machen", sagt sie. Aber auch dafür ist die "Werkstattwoche" gut – um herauszufinden, was man in Zukunft eben nicht machen möchte.
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