Wichtig ist, was Wisch zusammenhält
"Uns gehen die Sektgläser aus", sagt Heinz Lamp, Bürgermeister der Gemeinde Wisch, am vorvergangenen Sonntagvormittag und ist doch stolz auf diesen Umstand. Denn die Stimmung im Dorfgemienschaftshaus, das zum Neujahrsempfang der Gemeinde mit über 75 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt ist, ist heiter und entspannt.
Mit Freude berichtet Gemeindewehrführer Klaus-Dieter Finck Details von der gelungenen Leistungsprüfung der Freiwilligen Feuerwehr Wisch. Foto: Lederich
Die Tische im Dörpshuus sind frühlingshaft geschmückt, die gefüllten Gläser, die mit leckeren Gebäckstücken belegten Teller, das alles sorgt für eine besonders einladende Atmosphäre. In seiner Neujahrsansprache betont Bürgermeister Lamp, dass es gerade die Gemeinschaft ist, die ein Dorf zusammenhält. "Unsere gemeinsamen Aktivitäten, vor allem das Erstellen der Strohfigur für den Wettbewerb, das verbindet uns und dass ist es auch, was unser Dorf ausmacht."
Etliche Vereine und Verbände sind in Wisch beheimatet. Doch Lamp gibt auch seinen Sorgen Ausdruck. "Seit wir im Dezember die Wirtin Antje Levermann verloren haben, ist der Dorfkrug geschlossen." Bitter nicht nur für die Touristen und Einwohner, denen im Ort kein Speiselokal mehr geboten werden kann, sondern auch für Vereine wie die "Wischer Theoderlüüd", die Probeabende und Aufführungen stets im Krug veranstaltet haben. Auch der geeignete Raum für größere Festivitäten ging mit der Schließung des Kruges verloren. "Da müssen wir sehen, wie wir als Gemeinde mit dieser Situation umgehen", betonte der Ortsvorsitzende. Denn ansonsten geht es ja voran in Wisch. Neue Baugebiete werden erschlossen, die Gemeinde wächst.
Durchaus positiv gestaltete sich der Rückblick des Gemeindewehrführers Klaus-Dieter Finck. Mit der erfolgreichen Ablegung der Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 3 im Juni vergangenen Jahres sei eine große Hürde geschafft, die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr hätte ihre Qualitäten gut unter Beweis gestellt. Die Auszeichnung des Kameraden Joachim Jonsson, der mit einer Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten bedacht wurde, sei überdies ein besonderer Höhepunkt des Jahres 2010 gewesen. Beim Ausblick auf 2011 berichtet Finck, dass in diesem Jahr für die Jugendwehr der Besuch eines Zeltlagers auf Rügen organisiert wird und der Feuerwehr Wisch unter anderem die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges winkt.
Mit Grußworten, Informationen und Vorträgen stellten sich die örtlichen Vereine vor und gaben einen Einblick in ihre Aktivitäten. Ruth Jonsson, Mitglied im Häckelbüddelclub, berichtete von Spenden ihrer Gemeinschaft für die Kinderkrebshilfe sowie für den Ausbau des örtlichen Spielplatzes. Traditionell gab Ruth Jonsson auch noch ein paar Döntjes zum Besten, die den Anwesenden nicht nur manches Lachen, sondern vor allem auch eine gehörige Portion Applaus entlockten und für heitere Stimmung im Raume sorgte. "So machen wir weiter", entschied die Vortragende und hatte wiederholt die zahlreichen Gäste auf ihrer Seite.
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