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Windrad aus Kunststoffrohren und Fahrradteilen
Er heißt William Kamkwamba und ist bekannt als "Der Junge, der den Wind einfing". Im Alter von 14 Jahren baute er in seinem Dorf in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, mit einfachsten Mitteln ein zwölf Meter hohes Windrad, mit dem er Strom erzeugen konnte. Damit konnte er seiner Familie und den Menschen in seinem Dorf das Überleben sichern.
| Die Schwentinentaler Kinder sind genauso wie ihre Betreuer Feuer und Flamme für das Projekt. Foto: Butzke |
Genauso ein Windrad wollten acht Jungen und zwei Mädchen aus Schwentinental bauen, die im Rahmen der Ferienpassaktion der Offenen Jugendarbeit ihrer Stadt am vergangenen Dienstag zum Schönberger Strand gekommen waren. Und genauso einfach sollten auch die Materialien sein – Kunststoffrohre, ein altes Vorderrad und andere Fahrradteile sowie der dazugehörige Dynamo.
Mit im Boot waren Tim Steffen von der Offenen Jugendarbeit und Eva Schreiner, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, sowie Vera Anipcenko, die ein Freiwilliges Soziales Jahr macht, außerdem Walter Ehlers vom knik e.V. und der Kieler Architekt Jens Becker. Gesponsert wurde die Aktion von den Stadtwerken Schwentinental.
Im "Piratennest" am Schönberger Strand hörten die Kinder zunächst die fesselnde Geschichte des Jungen William, und dann wurden unter fachkundiger Anleitung Kunststoffrohre in aerodynamische Flügel verwandelt und gleich am Strand getestet. Die Form, die sich am besten im Wind drehte, war dann die Vorlage für weitere Flügel und wurde aus einem großen Abwasserrohr herausgesägt.
Dann endlich nach stundenlanger, intensiver Arbeit war das Windrad fertig – und es funktionierte: Der Herbststurm, der durch die Schneise am Deich wehte, produzierte wirklich Strom. "Es ist schon erstaunlich, wie man mit etwas Kreativität nur aus wenigen, meist aus Schrott bestehenden Baumaterialien ein voll funktionstüchtiges Windrad bauen kann", freute sich Bernd Meier von den Stadtwerken Schwentinental, "wenn wir Energie verbrauchen, ist uns meistens gar nicht bewusst, wie aufwendig deren Produktion ist."
Nach der Aktion am Schönberger Strand soll das Windrad auf dem Gelände des knik e.V. im Schwentinepark im Ortsteil Raisdorf aufgestellt werden und hoffentlich zu weiteren Aktionen anregen.
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