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Wisch/Heidkate -
Wirtschaft und Politik
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Geschrieben von Brigitte Lederich
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Samstag, 30. Oktober 2010 |
Wischer: 14 neue Wohneinheiten geplant
Zur öffentlichen Sitzung der Gemeindevertreter hatten sich am Dienstagabend annähernd 30 Einwohner im Dörpshuus eingefunden. "Was für ein Betrieb hier", befand auch Bürgermeister Heinz Lamp. Doch dies war kein Wunder, denn laut Tagesordnung ging es um weit reichende Pläne der Kommunalpolitiker.
Der Bedarf für neues Bauland ist groß: Ende des Jahres sollen konkrete Pläne für das neue Baugebiet Kaiserkoppel vorliegen. Foto: Lederich
Dem Bericht des Finanzausschussvorsitzenden Joachim Jonsson konnten die Anwesenden zunächst entnehmen, dass die Kassen der Gemeinde gut gefüllt sind. Allein 150.000 Euro an Parkeinnahmen – das sind 32.000 Euro mehr als geplant – kommt der Gemeinde gut zu pass, durch weitere positive Entwicklungen konnten der Rücklage knapp 150.000 Euro zugeführt werden, sodass sich für die Gemeinde per 31. Dezember diesen Jahres ein Rücklagepotential von 486.089 Euro ergibt.
Die Gemeindevertreter beschlossen einstimmig, dem seit Anfang 2009 bestehendem Antrag der Feuerwehr Folge zu leisten und der Anschaffung eines neuen Mannschaftswagens zuzustimmen. Hierfür gibt die Gemeinde 41.775 Euro aus. "Das Geld ist gut angelegt", bekräftigte Bauausschussvorsitzender Uwe Schabel. Einig waren sich die Gemeindevertreter auch, als es um die Beschlussfassung über die Aufstellung des Bebauungsplanes Nummer 16 ging. Bei diesem Thema musste Bürgermeister Heinz Lamp den Raum verlassen, da dieser als Eigentümer des als neues Bauland geplanten Gebietes, an der Abstimmung nicht teilnehmen durfte. Entstehen sollen nördlich der Kaiserkoppel und westlich des Weges Korthentumredder zirka 14 Wohneinheiten. "Es ist einfach der Bedarf dafür da", erläuterte Schabel. Die Planung übernimmt das Architekturbüro K2, das bereits vor zehn Jahren federführend mit der Planung und Gestaltung der Kaiserkoppel betraut war. Konkrete Pläne für das neue Baugebiet sollen bis zur nächsten Sitzung Ende des Jahres vorliegen. Durch Nutzung von Sachverständigen-Gutachten sollen Schäden, die durch die Bauvorhaben entstehen könnten, im Vorwege ausgeschlossen werden. Auch eine Verkehrsberuhigung sei für den Bereich vorgesehen. Kosten würden der Gemeinde in der Planungsphase nicht entstehen, da diese vom Eigentümer zu übernehmen seien.
Auch eine Änderung des Bebauungsplanes Nummer neun für das Gebiet "Campingplatz Heidkoppel" wurde befürwortet. Die Eigentümerin Anne Stoltenberg strebt eine Aufwertung des Bereiches durch attraktive, ins Landschaftsbild passende Freizeitanlagen an, mit der die Flächen touristisch aufgewertet werden sollen. Auch hier wird das Planungsbüro K2 gemeinsam mit einem Schönberger Architekturbüro aktiv werden. Die dafür anfallenden Kosten trägt die Eigentümerin. Einig waren sich die Gemeindevertreter auch darin, dass für die Umsetzung des Plan-Konzeptes "Wege ins Land" Geld von der Gemeinde anlegt werden muss. Gerade das ländliche Kernwegenetz, hier die Verbindungsstrecke vom Ortskern zum Strand über Fernwisch, ist dabei im Visier des Bauausschusses. "Das ist ein schwieriges Gebiet", erklärte Schabel den Anwesenden. Hierbei handele es sich um marode Wege in einem moorigen Gebiet, an dem rechts und links Wiesen liegen. Die Ortspolitiker werden über den Finanztopf "Aktivregion Probstei" Gelder beantragen, eine Bezuschussung von 50 Prozent der Gesamtkosten kommt hierbei infrage. Die Kosten der Maßnahme werden von Uwe Schabel auf 100.000 Euro geschätzt.
Kurz notiert: Am Freitag, 26. November, ab 19 Uhr, findet im Dörpshuus eine Einwohnerversammlung zum Thema "Sprengungen vor Heidkate" statt. Eine Aufnahme der Sprengungen ist für das erste Quartal 2011 geplant.
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