Wischer Bürger formulieren Visionen
Als einen "tollen Erfolg" bezeichnete Amtsdirektor Sönke Körber das Ergebnis des Workshops "Wisch aktiv erleben 2030", zu dem Vertreter der Gemeinde am Montag alle Einwohner ins Dörpshuus eingeladen hatten. Hierbei zeigte sich, dass den Einwohnern die Entwicklung der Infrastruktur und die Verbesserung sozialer Belange besonders am Herzen liegen. "Jetzt haben wir etwas in der Hand, die Arbeit kann beginnen", sagte Gemeindevertreterin Verena Sapia sichtlich erfreut nach der Veranstaltung.
Engagiert beteiligen sich die rund 50 Anwesenden an der Ideensammlung für das zukünftige Leitbild der Gemeinde Wisch. Foto: Lederich
Unter der Berücksichtigung von Bürgerwünschen die Zukunft von Wisch attraktiv gestalten, so lautet der erklärte Plan der Gemeindevertreter. Doch, welche Inhalte haben für die Menschen Priorität, was stellen sich die Einwohner unter einem zukunftswirksamen Leitbild für Wisch vor und wo drückt sie der Schuh? Was bietet sich da mehr an, als die Einwohner selbst entscheiden zu lassen, dachten sich die Ortspolitiker. Bei einer Beteiligung von rund 50 interessierten Bürgern, die im "Brainstorming-Verfahren", bei dem alle Ideen, die dem Einzelnen für die Zukunft des Dorfes entscheidend erscheinen, zu Papier gebracht werden, beförderte die Kreativität der Anwesenden einen wahren Ideenpool zutage. Dabei wurde eine bessere Verkehrsanbindung des Ortes ebenso thematisiert wie der Aufbau von Angeboten für junge Urlauber. Ob eine Seebrücke für Heidkate, eine Theatergruppe für Jugendliche oder ein Büro im Dörpshuus für den Bürgermeister, ob die Förderung der plattdeutschen Sprache in der Gemeinde oder ein voll ausgestatteter Werkraum für Kunstkurse. Es wurde gemeinschaftlich diskutiert oder auch Ideen erläutert, so beispielsweise von Gemeindewehrführer Klaus-Dieter Finck, der seine Vorstellungen über Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Gemeinden anschaulich erklärte. Die inhaltlich vorrangigen Themen, die an diesem Abend herausgearbeitet wurden, zeigen deutlich die Wünsche und Visionen der Bürger. Hier steht die Verbesserung der Infrastruktur an der Spitze der Wunschliste, gefolgt von den Punkten Soziales, Tourismus, Gemeindebelange an sich, Kultur und Umwelt.
Der Workshop machte deutlich, dass Wisch über einen sehr aktiven, konstruktiven und kreativen Bürgersinn verfügt. Die Gemeindevertreter müssen nun die Auswahl der fachlichen Begleitung für die Erstellung des Leitbildes treffen, Amtsdirektor Körber wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Förderanträge stellen. "Aus den Themen, die vorliegen, lässt sich nun ein Leitbild konkretisieren, mit dem die Menschen auch was zum Anfassen haben", betont Körber. Erste Ergebnisse werden nach Aussage des Amtsdirektors nicht vor dem 1. Quartal 2012 vorliegen. Für die Gesamtentwicklung des Konzeptes muss ein Zeitraum von etwa zwei Jahren angesetzt werden.
|