Zum Geburtstag mit einem Konzert beschenkt
Aus einem lose zusammengewürfelten Kreis singfreudiger Mitglieder des Vereins "Ole Schippn Laboe" (OSL) ist inzwischen ein in der Region gefragter Shanty-Chor geworden. Mit einem gelungenen und stimmungsvollen Konzert an der Musikmuschel im Laboer Rosengarten stellten die rund 20 Sängerinnen und Sänger samt ihren drei Musiker-Kollegen vom OSL-Shanty-Chor ihre Entwicklung eindrucksvoll unter Beweis. Die Gesangsformation feiert im September ihren fünften Geburtstag. Auftritte bringen den Shanty-Chor mittlerweile quer durch die Probstei und entlang der Ostseeküste.
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Der Shanty-Chor des Vereins Ole Schippn Laboe (OSL) feierte seinen fünften Geburtstag. Zu ihrem Jubiläumskonzert an der Laboer Musikmuschel strahlte der Himmel und die Besucher sparten nicht mit Applaus. Foto:Schmidt
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In Laboe gibt’s jährlich den Hauptauftritt an der Musikmuschel, aber für das Hafenfest, den Neujahrsempfang in Laboe und Schönberg oder das Strohballensingen in Stein werden die Sänger mittlerweile engagiert. Einen Wunsch haben die Akteure für die Zukunft: Die Tontechnik könnte noch verbessert werden.
Der organisatorische Leiter des Chors, Uwe Hundertmark, sowie Udo und Inge Mundt gehören zu den "geistigen Mittätern" vor fünf Jahren. Gemeinsam mit Karl-Christian Fleischfresser waren die OSLer auf die Idee gekommen: "Wir gründen einen Shanty-Chor." Selbst zunächst skeptisch ob ihres Erfolges konnte die kleine Gruppe Sangesfreudiger schnell einen guten Zuspruch aus eigenen, aber auch aus vereinsfremden Reihen verzeichnen. Auf eines hatte Inge Mundt seinerzeit allerdings bestanden: "Es müssen auch Frauen mitsingen dürfen." Dagegen sträubte sich schließlich keiner und so wuchs der Chor schnell an. Allerdings müsse man heute aufpassen, dass der Frauenanteil nicht überwiege, sonst müsse man sich noch umbenennen in ‚kleine Meerjungfrauen‘ oder Ähnliches, frotzelt Udo Mundt im PH-Gespräch. Doch das Gleichgewicht, das heißt leichtes männliches Übergewicht, wird gehalten, zwei Männer mehr als Frauen gibt es im Chor. Der, so gesteht Udo Mundt, musste in den fünf Jahren auch schon manche Klippe umschiffen, aber – mit Gesang geht eben alles besser und so ist die Stimmung im Chor gut. An der gesanglichen Ausbildung der Sänger feilt Akkordeonist Viktor Reich. "Er arbeitet streng mit uns, aber der Spaß am Gesang steht immer noch Vordergrund", so Mundt.
Er erinnert daran, dass mancher, wie er und seine Frau Inge auch, zwar Chorerfahrung, aber die wenigsten Noten- oder Gesangsausbildung haben. "Uns verbindet einfach die Freude am Singen", sagte der Laboer. Doch allzu basisdemokratisch dürfe es auch nicht zugehen. "Denn einer muss schließlich den Ton angeben."
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