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| Freizeit und Kultur | ||
| Geschrieben von Rainer Runge | ||
| Donnerstag, 27. Oktober 2011 | ||
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Zwei Stunden Heiterkeit im Wartezimmer
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Sorgte mit seinem Auftritt am Wochenende für Lachsalven im Hotel Stadt Kiel: Dr. Stratmann. Foto: Runge |
Bereits über 400. Mal hat er das Programm erfolgreich zum Besten gegeben. In zwei Stunden hochamüsanter Mediensatire zeigte Dr. Stratmann im Schönberger Programm "Schönberg kulturell", warum sein Theater auf dem Kennedyplatz in Essen so erfolgreich ist.
Gerade die Zuhörer in den ersten Stuhlreihen wurden zu ungewollten Patienten im Wartezimmer, gemeinsam mit dem gebeutelten Hausmeister und Kleingärtner Jupp, der alle im schwersten Ruhrgebietsdeutsch zu Lachsalven inspirierte und bei den verursachten Lachkrämpfen natürlich auch einen ärztlichen Rat der heiteren Art parat hatte. Da stellte sich die Frage, "ob man Doktor Stratmann nicht auf Rezept haben kann". Es ist die direkte Art, wie die Zuschauer in die Welt der Humanmedizin eingeführt werden und dabei motiviert werden, die vielen Denkanstöße zu verarbeiten.
Jupp, der leidenschaftliche Kleingärtner, berichtete davon, dass er seinen Garten mit der Musik von Roberto Blanco maulwurfsfrei bekommen hat. Da wiegen sich die Tulpen im Takt, weil im Boden noch ein verloren gegangener Herzschrittmacher aktiv ist. Auch die ewig jungen Leuten bekamen ihr Fett weg, wenn sie in ihrem Jugendwahn sich heute auch an Stellen rasieren, die man früher gar nicht kannte. Gnadenlos direkt werden die wartenden Kassenpatienten mit den verschiedensten Lebenssituationen konfrontiert. Blumen gab es von der stellvertretenden Bürgermeisterin Antje Klein und donnernden Applaus für zwei Stunden Heiterkeit.




